Informationen für Integrationslots*innen und Ehrenamtliche

Mit den hier bereitgestellten Informationen richten wir uns in erster Linie an die Integrationslots*innen der Flüchtlingshilfe Oldenburg. Sie sind öffentlich, da wir alles was wir zusammengetragen und erarbeitetet haben, gerne allen zur Verfügung stellen möchten, die daraus einen Nutzen ziehen können. Manche Hinweise sind allerdings nicht ganz allgemein gehalten, sondern beziehen sich auf die spezielle Situation in Oldenburg oder auf unsere Partnerschaft mit IBIS e.V..

Die Integration

Leitfaden der Integration in Oldenburg

Leitfaden der Integration in Oldenburg

Ausgangssituation: Wenn auch in deutlich geringerer Zahl – es kommen weiterhin neue Schutzsuchende in Oldenburg an. Für 2018 wird mit einer Zuweisung vom ca. 400 weiteren Flüchtlingen gerechnet. Darüber hinaus werden weitere Schutzsuchende auf dem Weg des Familiennachzuges kommen. Über 300 Geflüchtete warten in Oldenburg noch in den Gemeinschaftsunterkünften der Stadt auf die Entscheidung über ihre Asylanträge und hoffen auf eine Bleibeperspektive. Oldenburg hat eine besonders hohe positive Entscheidungsquote der Asylanträge, da bisher über 75 % der Schutzsuchenden als Verfolgte aus den Kriegsgebieten im Irak, in Syrien und Afghanistan kamen.

Bei positiver Entscheidung geht´s dann um die Integration – einem länger andauernden Prozess - die dringend mehr ehrenamtliche Begleitung und Unterstützung braucht. Über 400 „anerkannte“ Schutz-suchende warten bereits in den Unterkünften auf eine eigene Wohnung. Bei einem leer gefegten Wohnungsmarkt sind die Chancen dafür allerdings sehr schlecht.

Ziel der Integrationsarbeit und des Leitfadens

Der „Leitfaden für Integration“ soll in Ergänzung zum Integrationskonzept der Stadt für all jene Bürgerinnen und Bürger, die sich in die Integrationsarbeit aktiv einbringen möchten, die vielfältigen Möglichkeiten einer Mithilfe aufzeigen und beispielhaft die von den Integrationslotsinnen und Integrationslotsen (IL) zu leisten-den Aufgaben benennen. - Ziel ist es, jedem Schutzsuchenden - vor allem aber jeder Familie und den Alleinerziehenden – bereits bei ihrem Eintreffen in Oldenburg ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, am besten aber gut ausgebildete ehrenamtliche Integrationslots*innen (IL) an die Seite zu stellen. Damit in der Integrationsarbeit ein geordneter Ablauf gelingt, müssen alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis des Vorgehens haben und die verfügbaren Kräfte müssen optimal eingesetzt und koordiniert werden. Der „Leitfaden“ soll für eine klare Orientierung der Schutzsuchenden und Helfenden sorgen und die nötigen Angebote und Maßnahmen systematisch verzahnen.

Betreuung durch Integrationslots*innen (IL) entscheidend

Nachdem bisher die schnelle und zweckmäßige Unterbringung der großen Zahl an Schutzsuchenden bis Mitte 2016 im Mittelpunkt stand, werden nun die hohen Anforderungen des langwierigen und aufwändigen Integrationsprozesses in den Blick genommen. Die hauptamtlichen Kräfte in den Behörden und Einrichtungen, sowie deren Ausstattung sind für den in den nächsten Monaten zu erwartenden Andrang nicht ausreichend gewappnet. Umso wichtiger sind daher die IL für die Begleitung der Schutzsuchenden. Bisher sind in Oldenburg über 150 IL durch die VHS ausgebildet und durch die „Agentur Ehrensache“ eingesetzt. Es gibt jedoch keine genaue Übersicht über deren Tätigkeit und Erfolg. Bis Ende 2017 wurden daher neunzig Integrationslots*innen durch IBIS e.V. und die Flüchtlingshilfe Oldenburg (FHO) ausgebildet.  Ein ehrenamtlich selbstorganisierter Lenkungskreis der Flüchtlingshilfe Oldenburg und IBIS e.V. koordiniert, fördert und begleitet diese IL und die ehrenamtlichen Helfer*innen.

Überblick über den Integrationsprozess:

Obwohl der „offizielle“ Integrationsprozess in der Regel erst mit der Entscheidung über das Aufenthaltsrecht und der erteilten Arbeitserlaubnis beginnt (Erhalt des Passes, Zugang zum Wohnungsmarkt und zur Jobbörse, Teilnahmemöglichkeit an Sprach- und Integrationskursen), ist für eine erfolgreiche Integration die Betreuung durch IL und Helfer bereits in der Phase des monatelangen Wartens entscheidend. Bis dahin werden die Flüchtlinge bestmöglich betreut und auf ihre zu erwartende Integration vorbereitet. Wir unterteilen den Ablauf der Betreuung und Begleitung in zwei unterschiedliche Phasen:

  • Betreuungsphase – Betreuung, Alltagsberatung, und Orientierung der Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Unterkünften der Stadt
  • Integrationsphase – Begleitung der „Neubürger“ bei der Integration in dezentraler Unterbringung in eigenen Wohnungen

Betreuungsphase

Im Idealfall findet der Kontakt der IL mit den zugewiesenen Schutzsuchenden bereits beim Empfang oder der Begrüßung in Oldenburg statt. Gemeinsam mit den Schutzsuchenden ermöglicht ein ausführliches Kontaktgespräch für das erste Kennenlernen. Dabei soll gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden. Dolmetscher helfen bei der Verständigung. In einem standardisierten „Aufnahmebogen“ werden die für die weiteren Abläufe und zur Vorbereitung der Behördengänge notwendigen Daten und die Potenziale für eine möglichst schnelle Integration erfasst. Die IL überreichen erste Informationen und geben eine kurze Einweisung in Stadtplan und Nahverkehrsmöglichkeiten. Zusätzlich sollen der „refugee-guide.de“ in einer für die Schutzsuchenden nutzbaren Sprache sowie ein Sprachtrainer/Wörterbuch (ggf. als App) zum Selbstlernen vorgestellt werden.

Aufgaben der ehrenamtlichen Helfer*innen und IL in der Betreuungsphase

  • Kontaktgespräch; Aufnahmefragebogen mit Analyse der Befähigungen, Interessen, Potenziale; Begrüßungs- und Orientierungspaket
  • Klärung der Zuordnung der betreuenden Personen (IL, ehrenamtliche Helfer, Dolmetscher, hauptamtliche Betreuer, Sozialarbeiter)
  • Unterstützung bei der Einrichtung in der zugewiesenen Unterkunft; Ersteinkauf
  • Organisation von Orientierungsgängen und -fahrten
  • Beratung bei Alltagsfragen; Sicherheitshinweise (Notarzt, Polizei, Feuerwehr);
  • Anmeldung und Begleitung von Kindern bei Kita, Kindergarten und Schulen
  • Vermittlung bei Konflikten und Lösung von Problemen
  • Fahrten mit dem eigenen PKW (zum Arzt, zu Ämtern)
  • Unterstützung von Integrations-Café, Textilwerkstatt, Fahrradwerkstatt, Kleiderkammer, Gartenprojekt etc.
  • Übernahme der Kinderbetreuung (z. B. in der Zeit von Sprachkursen); Hausaufgabenhilfe
  • Unterstützung des ersten Sprachtrainings; Vermittlung der Teilnahme an Gesprächskreisen und an Begegnungsstätten und Stadtteiltreffs; Besuch der Landesbibliothek (Online-Zugang)
  • Suche und Vermittlung von Sportangeboten, kulturellen Treffs und Freizeitaktivitäten
  • Vorbereitung auf Jobs oder Praktika; Besuch des BIZ
  • Unterstützung bei vorliegenden Ausweisungsbescheiden (juristische Beratung oder Hilfe bei einer freiwilligen Ausreise)
  • Unterstützung bei Problemen mit speziellen Beratungsstellen und Anwälten

Integrationsphase

Aufgaben der IL in der Integrationsphase

Nach der Entscheidung über das Aufenthaltsrecht stehen eine Vielzahl von Aufgaben für die „anerkannten“ Schutzsuchenden an. Es beginnt dann der zu unterstützende eigentliche Integrationsprozess:

  • Begleitung bei Verwaltungsakten: Pass-Amt (Bescheinigung des Aufenthaltstitels) und Antrag auf einen Pass (Passbilder); Abmeldung beim Sozialamt;
  • Antrag auf Familiennachzug (Achtung: drei Monatsfrist nach Anerkennung)
  • Antrag auf Kindergeld – Familienkasse im Gebäude des Jobcenters
  • Anlage eines Aktenordners und einer Mappe für jeweils aktuelle Aufgaben (immer mitbringen!)
  • Anmeldung bei der Krankenkasse; Erläuterung unseres Gesundheitssystems; Unterstützung von Arzt- und Klinik-Besuchen durch das Team Gesundheit (Lotsen-Info in Vorbereitung)
  • Antrag auf Sozialversicherungsausweis – Erklärung Sozialsystem (Lotsen-Info 4 - 2017)
  • Online-Antrag der Steuer-Identifikationsnummer (Lotsen-Info 3 - 2017)
  • Jobcenter: Datenaufnahme und Antrag auf ALG II (Grüne Mappe) und Anmeldung bei der Arbeitsvermittlung (Integrationsvereinbarung) – (Lotsen-Info 1 – 2017)
  • Terminvereinbarung für ein Beratungsgespräch (Test) zur Einstufung in den passenden Sprach- und Integrationskurs (VHS, IBIS, etc.); Anmeldung zum ausgewählten Kurs
  • Oldenburg Pass beantragen; ggf. Verfahren der Tafel erläutern (Lotsen-Info 5 – 2017)
  • Hilfe bei der Wohnungssuche und Hilfe bei der Ausstattung; ggf. Unterstützung des Umzuges, Ausrichtung einer Einweihungsfeier (Lotsen-Info 7 – 2017 und Anlage 7.1 Ausstattung)
  • Aufbau eines Freundeskreises und eines Nachbarschafts-Netzwerkes; Unterstützung von Begegnungen (Lotsen-Info 9 – 2017 mit Anlagen 9.1 bis 9.3)
  • Weitere Orientierungsaktivitäten; Beratung bei Alltagsfragen- ggf. Antrag auf Patenschaften
  • Hilfe bei der Jobsuche (Lotsen-Info 8 -2017)
  • Unterstützung von Kommunikation (Lotsen-Info: Computer & Internet- noch in Arbeit) und Mobilität (Lotsen-Info 6 – 2017) Fahrradwerkstatt
  • Förderung der schrittweisen Verselbstständigung der Betreuten
  • Einbindung in die Hilfe: Vorbereitung der bisher Unterstützten auf die Übernahme von Begleitungs- und Unterstützungsaufgaben für neu angekommene Schutzsuchende und „Neubürger“

Für die o. a. Aufgaben werden weitere Hintergrundinformationen über Verfahren, Ansprechpartner, mitzubringende Unterlagen, Ortshinweise, Adressen, Öffnungszeiten, Formulare, Musterbriefe etc. systematisch gesammelt, kontinuierlich ergänzt und später für die Lotsen und die Schutzsuchenden in unserem Internet-Portal: www.fluechtlingshilfe-oldenburg.de und www.fhol.de bereitgestellt.

 

Zwei weitere Aufgaben der Integrationslots*innen

1. Lotsen erkennen Probleme und Hemmschwellen

Die IL begleiten eine große Zahl an Schutzsuchenden zu vielen Behörden und bei vielen Heraus-forderungen. Sie erkennen daher – quasi als eine Art „Seismograph“ – häufig als erste, wo sich in der Bürokratie Probleme auftun. Durch systematischen Erfahrungsaustausch und Rückkoppelung im Netzwerk können diese Hemmschwellen der Integration schnell erfasst, den zuständigen Instanzen zugeleitet und behoben werden.

2. Lotsen als Botschafter der Integration

Die bisherige Praxis zeigt, dass es einen hohen Informationsbedarf gibt, die Situation der Schutz-suchenden und der Helfer*innen sowie den Bedarf für einen Erfolg der Integrationsanstrengungen zu kennen. Mit solch guten und aktuellen Informationen haben die IL – verknüpft mit ihrer konkreten Erfahrung – die Möglichkeit zugleich als Botschafter der Integration zu fungieren. Sie können die Bürger so aus erster Hand darüber informieren, dass die Integrationsarbeit in Oldenburg mit freundlichen Verwaltungskräften, funktionierenden und abgestimmten Prozessen und ausreichender Unterstützung auf einem guten Weg ist.

Einstieg in die Betreuungsarbeit

Mit der Anmeldung zur kostenlosen ca. fünfzigstündigen Ausbildung der Integrationslots*innen (IL) stellen die IL die Unterstützung der Integrationsarbeit in einem Umfang von mehr als 100 Stunden jährlich (ca. 2 –3 Stunden wöchentlich) in Aussicht und sagen zu, im Netzwerk der IL und an dem Erfahrungsaustausch der IL mitzuwirken. Am Schluss der Ausbildung werden Einsatzwünsche und Einsatzmöglichkeiten abge-stimmt und die formalen Grundlagen der Integrationsarbeit (Vereinbarung; Führungszeugnis, Daten- und Vertrauensschutzerklärung; Versicherung; Patenschaften etc.) vereinbart.

Die Arbeit der IL beginnt mit der Kontaktaufnahme und Anmeldung beim Koordinator für die IL in Oldenburg: Klaus Fehrlage Tel: 0441-303117; Mail: fehrlage@t-online.de. Die IL werden in einen „Stand-by-Pool“ mit einem Profilbogen über Kontaktdaten, Einsatzbereich und Zeitbudget aufgenommen und bei Bedarf an ausgewählte Schutzsuchende (zunächst vorrangig Familien und Alleinerziehende mit dreijährigem Aufenthaltsrecht) vermittelt.

Da sich die Arbeit in Zweier-Teams (Tandems) bewährt hat, werden am Schluss der Ausbildung aus den Kursen heraus die Teams gebildet: Vorteil: gegenseitige Unterstützung, Teilung der Aufgaben nach Ab-sprache, Vertretung im Krankheitsfall, Urlaub oder bei Abwesenheit, Schutz vor Überlastung – Vorteil für die Schutzsuchenden: Kontinuität in der Betreuung, mehr Kompetenz und Breite durch zwei Ansprech-partner, besser gelingender Vertrauensaufbau.

Bei Bedarf bietet die Koordinierungsstelle den IL einen Betreuungseinsatz an oder die IL werden zu Treffen mit ausgewählten Schutzsuchenden eingeladen. Diese Treffen werden von der Ausländerbehörde unter-stützt. Die erforderlichen einzelnen Maßnahmen für die Unterstützung der Geflüchteten suchen sich die Lotsen-Teams dann völlig selbständig und fordern bei Bedarf die für sie erforderliche Unterstützung bei der Koordinierungsstelle der Flüchtlingshilfe Oldenburg oder IBIS e.V. an. Wegen der derzeit großen Zahl an „anerkannten“ Schutzsuchenden führen wir für den Einsatz von Integrationslots*innen eine Warteliste. Bei Bedarf wenden sie sich an Hannah Prömper oder Katja Pytjew bei IBIS e. V. – ehrenamt@ibis-ev.de

Copyright – Flüchtlingshilfe Oldenburg, Klaus Fehrlage – 14.01.2018

Weg der Integration

Grundversorgung

Basiskonto oder Girokonto

Ein Basiskonto oder ein Girokonto bei einer Bank einrichten

Seit Juni 2016 haben alle Menschen einen gesetzlich garantierten Anspruch auf die Einrichtung eines Basiskontos bei der Bank ihrer Wahl, auch wenn sie kein Gehalt oder kein geregeltes Einkommen haben – wie Sozial­hilfe­empfänger, Wohnungs­lose und Flücht­linge. Allerdings verlangen die Banken für diese Konten oft sehr hohe Gebühren, wie die Zeitschrift Finanztest 2017 festgestellt hat (die Tester sprechen von einem „Abwehrpreis“, der weniger zahlungskräftige Kund*innen abschrecken soll. Der Gesetzgeber hat keine Gebühren­obergrenze festgelegt).

Deshalb kann man zunächst versuchen, ein reguläres Girokonto zu beantragen. In beiden Fällen lohnt sich ein Gebührenvergleich der Banken (siehe unten).

Wofür wird ein Konto benötigt?

Es bietet eine wesentliche Voraussetzung für die Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben. Der Abschluss von Arbeitsverträgen, Krankenversicherung, Telefon und Internet, der Erhalt von Transferleistungen vom Jobcenter oder Sozialamt, online bezahlen – das geht alles nur mit einem eigenen Konto.

Welche Leistungen bietet das Basiskonto?

Bareinzahlungen im Inland, Barauszahlungen im Inland, Barauszahlungen im Ausland am Geldautomaten, Überweisungen, Lastschriften, Zahlungen mit der girocard (jedoch kein Dispositionskredit und keine Kreditkarte).

Wo bekommt man ein Basiskonto?

Jedes Kreditinstitut, das Zahlungskonten anbietet, muss auch Basiskonten zur Verfügung stellen. Antragsformulare gibt es bei der jeweiligen Bank (oder unter: https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Formular/dl_fo_basiskonto_antrag_abschluss.html?nn=7906374)

Die Bank ist verpflichtet den Antragseingang unter Beifügung einer Abschrift des Antrags zu bestätigen.

Wer kann ein Basiskonto eröffnen?

Anspruch auf Abschluss eines Basiskontovertrags hat jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der Europäischen Union einschließlich Personen ohne festen Wohnsitz und Asylsuchende sowie Personen ohne Aufenthaltstitel (Geduldete). Für die Kontoeröffnung genügt die Angabe einer postalischen Anschrift (die postalische Erreichbarkeit über Angehörige, Freunde oder eine Beratungsstelle reicht aus).

Welche Dokumente benötigt man für die Kontoeröffnung?

EU-Bürgerinnen und -Bürger und Drittstaatsangehörige mit einer Aufenthaltserlaubnis müssen ebenso wie deutsche Staatsangehörige ihren Personalausweis oder Pass vorlegen. Für Asylsuchende und Geduldete, die aus verschiedenen Gründen keine Passdokumente besitzen, reicht der neue Ankunftsnachweis, die Aufenthaltsgestattung oder die Duldung in jeder Form aus.

Für den Fall, dass der Antrag von der Bank abgelehnt wird, siehe:

https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Basiskonto/basiskonto_node.html#doc7906372bodyText6

 

Was kostet ein Basiskonto?

Wie für jedes andere Girokonto werden auch für das Basiskonto Kontoführungsgebühren erhoben, welche aber, wie oben ausgeführt, oft zu hoch ausfallen. Filialbanken verlangen in der Regel höhere Kontogebühren für das Basiskonto als Direktbanken. Flüchtlinge haben jedoch aufgrund der Schwierigkeiten beim Eröffnen des Kontos bei einer Direktbank (z.B. wegen dem PostIdent- oder VideoIdent-Verfahren von Online-Banken) oft keine Wahl.

Auch Sprachbarrieren können ein Grund sein, eine Bank vor Ort zu wählen und idealerweise das Konto in Begleitung eines Integrationslotsen/ einer Integrationslotsin zu eröffnen.

Mit dem Einzug in eine eigene Wohnung und regelmäßigen Überweisungen - z.B. vom Jobcenter - kann ein reguläres Girokonto beantragt werden (es besteht aber, anders als beim Basiskonto, kein Rechtsanspruch). Wenn man auf einen Dispositionskredit (Überziehung des Kontos) verzichtet, entfällt bei einigen Banken die Prüfung der Bonität (Schufa-Auskunft) und damit eine weitere mögliche Hürde.

In jedem Fall gilt: Man sollte sich gut informieren, auch über eventuell versteckte Kosten, und die Gebühren vergleichen (z.B. Vergleich nach verschiedenen Kriterien hier: http://girokonto.focus.de/).

 

Informationen zum Basiskonto in Arabisch und Englisch:

https://hilfe.diakonie.de/checkliste-basiskonto/

 

Quellen: https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Bank/Produkte/Basiskonto/basiskonto_node.html;jsessionid=BE19F659BC72615367C5D2C5E8E7B626.1_cid290#doc7906372bodyText4

siehe auch: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/konto-fuer-fluechtlinge-12224

 

https://www.konto.org/ratgeber/allgemein/basiskonto/

 

Stand Januar 2018    Susanne Grässel

Jobcenter

Orientierung über das Verfahren im Jobcenter

Wie stellt sich die Situation für Schutzsuchende und Lots*innen dar?

Nach Anerkennung als Schutzsuchender (Asyl- oder Flüchtlings-Status) wird ein Aufenthaltsrecht erteilt. Rechtlich damit verbunden ist ein Übergang vom Asylbewerber-Leistungsgesetz (Sozialamts-Leistungen der Stadt) zu Arbeitslosengeld II (ALG II oder auch Harz 4 genannt).

Erster Schritt ist die Registrierung (Erstantrag) als „anerkannter“ Schutzsuchender beim Jobcenter: Um Zeit zu sparen ist es sinnvoll das Jobcenter zwischen 08:00 und 09:00 Uhr aufzusuchen. Es entsteht dann keine Wartezeit (also keine Wartemarke ziehen), wenn der begleitende Integrationslotse sich mit seiner Visitenkarte bei einem der beiden diensthabenden Dolmetscher (Namensschild/hinter der Treppe wartend) meldet. Dieser führt die Familie und den Lotsen zu dem zuständigen Sachbearbeiter, der die Familie registriert (Ausweise mitnehmen), eine „Grüne Mappe“ mit vielen Formularen aus-händigt und zwei Termine für die weitere Bearbeitung vergibt:

1. Termin: Leistungsgewährung (Terminvergabe zur persönlichen Antragsabgabe spätestens innerhalb von zwei Wochen) – Erstes Gespräch mit dem persönlichen Ansprechpartner für alle Leistungs-fragen und Abarbeitung der – von uns vorausgefüllten – Formulare zur Beantragung von ALG II (möglichst mitzubringen sind: Ausweise, Nachweis über den Ablauf des bisherigen Leistungsbezug - Abmeldung Sozialamt, Anmeldung Krankenkasse, Steuer-ID, Sozialversicherungsausweis, die aktuellen Kontoauszüge der letzten drei Monate – max. ein Werktag alt) Der Lebensunterhalt der schutzsuchenden Familie ist zu jeder Zeit gesichert. Sich überschneidende Anspruchszeiträume beim Übergang vom Sozialamt zum Jobcenter werden automatisch miteinander verrechnet (ggf. nach einem Vorschuss fragen) – Weiter werden bei diesem Termin ggf. die Leistungen für Bildung und Teilhabe (Fahrtkosten, Schulessen für Kinder etc.) beantragt.

2. Termin: Arbeitsvermittlung - in einem Erstgespräch Arbeitsmarktintegration mit dem persönlichen Ansprechpartner für die Arbeitsvermittlung werden die Vorstellung der Schutzsuchenden für ihren Integrationsprozess aufgenommen, eine Integrationsstrategie entwickelt und die Integrations-vereinbarung (zugleich Gutschein für den Integrationskurs) geschlossen. Ziel des Jobcenters im Gespräch ist es, durch Beratung zur Beendigung oder Verringerung der Hilfsbedürftigkeit nach dem Prinzip des Forderns und Förderns beizutragen. Falls noch nicht geschehen, kann hier auch die Teilnahme an einem Integrationskurs geklärt werden. In weiteren ca. monatlichen Terminen wird dann jeweils der Entwicklungsfortschritt betrachtet, die Neigungen, Wünsche für eine berufliche Perspektive werden aufgenommen, die Entwicklung der Vermittlungsmöglichkeiten festgestellt, über die Anstrengungen, Hürden und Hemmnisse berichtet und ggf. nach Unterstützungsmöglich-keiten gesucht. Die Einladungen zu diesen Terminen müssen unbedingt eingehalten werden.

Um weiter Zeit zu sparen, kann man parallel im gleichen Gebäude I. Stock bei der Landessozialkasse den Kindergeld-Antrag mitnehmen (siehe gesonderte Lotsen-Info)
Danach kann der Integrationsprozess beginnen.

Wo muss ich hin?

Zuständig für Antrag, Bewilligung und Beratung ist das Jobcenter, Stau 70, 26122 Oldenburg

Haupteingang – im Erdgeschoss rechts halten – den rechten hinteren Gang bis hinter die Treppe laufen; Erstantrag zur Registrierung (Dauer ca. 30 Minuten) für anerkannte Flüchtlinge zwischen 08:00 und 09:00 Uhr
Hinweis: Die Leistungsempfänger müssen für das Jobcenter ständig erreichbar bleiben. Das heißt, wenn sie sich von ihrem Wohnsitz längere Zeit entfernen, sollten sie das dem Jobcenter mitteilen und genehmigen lassen. Ein Verstoß dagegen kann zu Leistungs-kürzungen führen.

An wen wenden sich die Integrationslots*innen mit ihren Fragen?

Eine Beratung ist per eMail durch erfahrene Lots*innen des „Team Jobcenter“ möglich, wenn die kollegiale Beratung im Einsatzteam keine Lösung brachte.

Ansprechpartner mit Kontaktaufnahme per Mail an: Maren Franz (marenfranz@yahoo.de) oder Klaus Fehrlage (fehrlage@t-online.de)

Copyright – Flüchtlingshilfe Oldenburg – Maren Franz & Klaus Fehrlage – 23.05.2017

Krankenkasse

Wozu brauche ich eine Krankenkasse?

Für „anerkannte“ Schutzsuchende ist die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse notwendig, um die Kosten für Untersuchungen, Behandlungen bei Ärzten und in Kliniken zu bezahlen. Das Jobcenter übernimmt es, die erforderlichen monatlichen Beiträge zu bezahlen, bis der Schutzsuchende selbst dazu in der Lage ist.

Für die Erstattung der Kosten bei Ärzten, in Kliniken, bei Hebammen oder Physiotherapeuten etc. können die Schutzsuchenden eine Elektronische Karte nutzen, die ihnen die Krankenkasse nach der Anmeldung zuschickt. Die Karte muss zu Behandlungen und Untersuchungen immer mitgenommen werden. Minderjährige Kinder sind im Rahmen der Familienversicherung kostenlos mitversichert.

Wie finde ich eine Krankenkasse und wie wähle ich sie aus?

„Anerkannte“ Schutzsuchende sind verpflichtet sich selbständig um eine Krankenversicherung zu bemühen. Sie haben dabei die freie Wahl aus sehr vielen Angeboten der verschiedensten Krankenkassen. Bei der Beantragung empfiehlt es sich aber, für Schutzsuchende eine Krankenkasse auszuwählen, die eine Niederlassung in Oldenburg hat, damit die Kommunikation und das Einreichen von Dokumenten einfacher sind. Als leistungsstark, bei den Flüchtlingen bekannt und gut erreichbar empfehlen sich folgende Krankenkassen:

  • TK - Techniker Krankenkasse; Hauptstraße 85; Tel: 0441-9553300
    Öffnungszeiten: Mo-Mi: 9-16 Uhr; Do: 9-17 Uhr; Fr: 9-15 Uhr
  • HKK; Heiligengeisthöfe 8; Tel: 0441-97260
    Öffnungszeiten: Mo-Do: 8-17 Uhr; Fr: 8-13 Uhr
  • AOK; Gartenstrasse 10; Tel: 0441-77020
    Öffnungszeiten: Mo, Di, Fr: 9-17 Uhr; Mi: 9-13 Uhr; Do: 9-18 Uhr


Welche Unterlagen sind zur Antragstellung mitzubringen?

Nach der Anerkennung sind zur Antragstellung der (vorläufige) Aufenthaltstitel und ein biometrisches Passfoto mitzubringen. Weitere Angaben zur Person und ggf. zu den Kindern werden aufgenommen.

Was ist zu tun, wenn die Anmeldung erfolgt ist?

  • Die Anmeldebestätigung von der Krankenkasse ist unmittelbar dem Jobcenter vorzulegen
  • Nach Bewilligung von ALG II (Harz4) ist eine Kopie des Bescheides der Krankenkasse vorzulegen. Erst dann wird eine „Krankenkassenkarte“ erstellt und zugesandt.
  • Nach Erhalt der „Krankenkassenkarte“ ist die damit vergebene Versicherungsnummer wiederum dem Jobcenter mitzuteilen. (Mail oder Anruf genügen)

Copyright – Flüchtlingshilfe Oldenburg – Maren Franz & Klaus Fehrlage – 23.05.2017

Steuer-ID

Antrag Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID)

Was ist eine Steuer-ID und was macht man damit?

  • Jeder Bundesbürger und auch jeder Schutzsuchende mit Aufenthaltsrecht erhält eine individuelle Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID) zugeteilt. Sie ist ein Leben lang gültig. Kinder erhalten sie bereits nach der Geburt.
  • Die Steuer-ID dient dem Schriftverkehr mit dem Finanzamt und vereinfacht die Steuerberechnung mit der Elektronischen Steuerkarte, Kindergeld-Antrag, Datenabgleich, Unterhaltszahlungen, Freistellungsaufträge bei Banken, Berechnung der Abgeltungssteuer, Rentenbezugsmitteilungen etc.
  • Schutzsuchende müssen die Steuer-ID beantragen und u.a. beim Jobcenter und der Krankenkasse vorlegen.

Wo beantrage ich meine Steuer-ID?

  • Die Steuer-ID kann sehr einfach online auf der Web-Seite des „Bundeszentralamtes für Steuern“ (BZSt) mit einem Online-Formular BZSt.de beantragt werden. Die Steuer-ID wird dann per Post zugestellt.
  • Vor Ort kann die Steuer-ID direkt beim Finanzamt Oldenburg, Stubbenweg 43, 26125 Oldenburg, beantragt werden. Öffnungszeiten: Mo-Do: 8-14 Uhr; Fr: 8-12 Uhr

Klaus Fehrlage – 20.02.2017

Sozialversicherungsausweis

Sozialversicherungsausweis beantragen

Was ist ein Sozialversicherungsausweis und wozu braucht man den?

  • Jeder Arbeitnehmer erhält bei Eintritt in das Berufsleben einen Sozialversicherungsausweis des zuständigen Rentenversicherungsträgers.
  • Im Normalfall meldet ihr erster Arbeitgeber die neu aufgenommene Tätigkeit bei der Krankenkasse oder der Minijob-Zentrale an. Der Arbeitnehmer erhält dann automatisch von seiner Rentenversicherung die Sozialversicherungsnummer.
  • Man muss den Sozialversicherungsausweis – ausgenommen einiger spezieller Branchen - nicht ständig bei sich tragen. Bei einem Jobwechsel müssen sie den Ausweis aber dem neuen Arbeitgeber vorlegen, damit dieser die ihnen zustehenden Beiträge zu Arbeitslosen- und Rentenversicherung sowie die Beiträge zur Krankenversicherung überweist.
  • Schutzsuchende müssen den Sozialversicherungsausweis direkt nach Erteilung eines Bleiberechtes bei der Rentenversicherung beantragen. Der Antrag ist kostenlos.

Wo beantrage ich meinen Sozialversicherungsausweis?

  • Der Sozialversicherungsausweis kann schriftlich beantragt werden: Ein Formular zur Abgabe an den Rentenversicherungsträger wird vorbereitet und bis Kurs-Ende in unserem Portal bereitgestellt. - Vor Ort kann der Antrag auch direkt bei der Deutschen Rentenversicherung - Oldenburg-Bremen, Huntestraße 11, 26135 Oldenburg gestellt werden (Ausweis mitbringen). Öffnungszeiten: Mo-Mi: 8-16 Uhr; Do: 8-18 Uhr; Fr: 8-12 Uhr

Klaus Fehrlage – 07.02.2017

Tafel

Unterstützung der Flüchtlinge durch die Oldenburger Tafel e.V.

Ehrenamtliche Helfer der Oldenburger Tafel helfen auch Flüchtlingen. Einmal pro Woche kann jeder Haushalt von Schutzsuchenden am Freitag von 13:00 bis 16:00 Uhr kostenlos gespendete Lebensmittel in der Ausgabestelle: Kaiserstraße 14 erhalten.

Voraussetzung: die Zuweisung eines Schutzstatus und die Vorlage des Oldenburg-Pass“. Der ein Jahr gültige Pass kann im Bürgeramt am Pferdemarkt (für Erwachsene 5 €, für Kinder – bis 14 Jahre – 2,50 €) beantragt oder verlängert werden.

Was die Integrationslots*innen bitte erläutern sollen:

  • Jeder Tafelkunde sollte zwei Taschen mitbringen: eine für die Lebensmittel und eine Tasche für Brot/Brötchen
  • die über 100 Mitarbeiter der Tafel arbeiten ehrenamtlich für die Schutzsuchenden in ihrer Freizeit ohne jede Bezahlung – ein respektvolles Verhalten sollte angemahnt werden
  • die Schutzsuchenden können unter verschiedenen Angeboten wählen. Die Menge ist abhängig von den gesammelten Spenden und der Größe der Familie bzw. des Haushaltes. Auf das Sortiment haben die Mitarbeiter daher keinen Einfluss. Die Waren werden von den ehrenamtlichen Mitarbeitern bei den Märkten eingesammelt, sortiert und ausgegeben
  • Die Tafelmitarbeiter bemühen sich um ein freundliches Miteinander und erwarten dies auch von den Flüchtlingen. Männliche Migranten werden auch von Frauen bedient.
  • Es wird empfohlen, dass neu zu registrierende Flüchtlinge/Haushalte am Anmeldetag, am Freitag nach 15:00 Uhr, von Lotsen/Paten begleitet werden. Bei Vorzeigen der Lotsen-Visitenkarte werden sie ohne Wartezeit mit ihren Schutzsuchenden vorgelassen. Zusätzlich zum „Oldenburg Pass“ ist beim ersten Mal auch der Ausweise aller Haushaltsmitglieder mitzubringen.
Wohnungssuche

Wie finden wir eine Wohnung für die „anerkannten“ Schutzsuchenden?

  • Anerkannte Schutzsuchende müssen sich in angemessener Zeit selbständig eine Wohnung suchen. Leider ist der Wohnungsmarkt in Oldenburg leergefegt. Besonders schwierig ist die Suche nach Wohnungen für große Familien (sechs und mehr Kinder) und für Einzel-Personen.
  • Zu empfehlen ist vor allem die Suche in den Online-Portalen im Internet wie: immobilienscout24.de; www.immonet.de; www.immowelt.de; www.wg-gesucht.de; www.wohnungsboerse.net; besonders erfolgreich waren viele Integrationslots*innen im Ebay-Kleinanzeigenmarkt: „Wohnungssuche Oldenburg“.
  • Dann gibt es natürlich die klassischen NWZ Immobilien-Anzeigen jeweils Dienstags und Samstags
  • Hilfreich für die Suche ist eine direkte Anfrage bei Maklern und bei größeren Wohnungsanbietern und Genossenschaften; dazu hat das Team Wohnungssuche eine gesonderte kommentierte Liste von Anbietern erstellt. Bei der Suche kann in vielen Fällen auch die Stadt unterstützen, („Übersicht Wohnungsanbieter“ und Kontakte der Stadt im Portal: fhol.de passwortgeschützt unter „Interna“)

Wie groß und wie teuer darf die Wohnung sein?

Hier gibt es eine Übersicht des Jobcenters zu „Mietobergrenzen“ für die Stadt Oldenburg (aktuelle Aufstellung im Portal). Auf die Anzahl der Personen sind hier die Grundmiete, Nebenkosten und Heizkosten jeweils aufgeführt. Die Angaben zur maximalen Größe in qm ist nur ein Anhaltspunkt, wichtiger ist die Einhaltung der Kostenobergrenze.

Was mache ich, wenn den Schutzsuchenden eine Wohnung gefällt?

Flüchtlinge haben bei der Wohnungsauswahl kaum eine Wahlmöglichkeit. Sie müssen nahezu jede Wohnung, die auch nur einigermaßen dem tatsächlichen Bedarf ent-spricht, annehmen. Sie haben in der Regel nur ein einziges Angebot zur Auswahl.

*siehe Lotsen-Info 24 – 2018: Anerkennung von Schutzsuchenden

 

Den „anerkannten“ Schutzsuchenden, die länger als drei Monate nach der An-erkennung noch in den KGU oder in dezentralen Wohnungen der Stadt untergebracht sind bietet das „Zentrale Flüchtlingsmanagement“ der Stadt eine schnelle Einzugshilfe (Erstausstattung; Anschlüsse). Ist also eine Wohnung gefunden, die der angegebenen Miet-Obergrenze entspricht und ist eine Auswahl erfolgt, so ist vom Anbieter (Immobilienmakler oder Vermieter) ein Mietangebot einzuholen, in dem die Kalt-miete, die Betriebs- und Nebenkosten und die Heizkosten getrennt aufgeschlüsselt sind. -  Machen Sie dem Vermieter aber noch keine Mietzusage. Mit dem Mietan-gebot benötigen Sie zunächst eine Bestätigung vom Jobcenter für die Übernahme der Mietkosten. - Es besteht auch Anspruch auf Erstattung und Übernahme der Miet-kaution – diese wird aber vom Jobcenter nur als Darlehen gewährt. Sie können die Zusage des Jobcenters für Miete und Kaution in der Regel noch am Tag der Vorlage des Mietangebotes wieder zurückbekommen und der Schutzsuchende kann den Mietvertrag unterzeichnen.

Worum müssen sich die Schutzsuchenden selbst kümmern, wenn ihnen eine Wohnung vermietet wird?

  • Beim Einzug in die Wohnung ist mit der Vermieterin ein genaues Übergabeprotokoll zu erstellen, in dem sorgfältig alle Mängel mit Fotos dokumentiert werden.
  • Falls nicht im Mietvertrag vorgesehen, müssen sich die Schutzsuchenden ggf. um den Strom-, Gas-, Telefon-, Internet- und Fernsehanschluss selbst kümmern.
  • Bei einer Erstanmietung durch einen Schutzsuchenden besteht ein Anspruch auf eine Erstausstattung durch das Jobcenter oder durch die Stadt (Herr Weishaupt und Herr Triestram). Die Integrationslots*innen sollten die Erstausstattung gleich mit der Vorlage des Mietangebotes beantragen. Zur Ausstattung gehören Einrichtungs-gegenstände, wie Tisch, Stühle, Regal, Schrank, Bett etc. und Haushaltsgeräte, wie Kühlschrank, Herd, Waschmaschine (siehe Lotsen-Info 7.1 Wohnungsausstattung).

An wen wenden sich die Integrationslots*innen mit ihren Fragen?

  • Ansprechpartner ist das „Unterstützungsteam Wohnungssuche“: Andreas Jaek: andreas@t-online.de oder Thomas Barke: tbarke62@aol.com
  • Im Aufbau ist ein Team „Umzugsunterstützung/Anschlüsse“ – hier sollten auch geeignete Schutzsuchende mithelfen; Ansprechpartner: Jens Göttke (goettke@hotmail.de)

Copyright – Flüchtlingshilfe Oldenburg - Klaus Fehrlage – 22.05.2018

Wohnungsausstattung

Welcher Anspruch besteht für „unsere“ Schutzsuchenden, die gerade eine Wohnungszusage erhalten haben?

  • Für „anerkannte“ Schutzsuchende besteht ein Anspruch auf eine Erstausstattung. Auf Antrag wird eine einmalige Beihilfe als Zuschuss oder als Sachleistung für die An-schaffung einer Ausstattung der Wohnung, die für eine vernünftige und angemessene Haushalts- und Lebensführung notwendig sind. Das Jobcenter geht dabei davon aus, dass diese Einrichtungsgegenstände auch gebraucht gekauft werden können. In Oldenburg wird dazu ein Gutschein für den Einkauf in den Sozialen Kaufhäusern der Diakonie ausgegeben. Erst wenn nachgewiesen wird, dass die gesuchten und bewillig-ten Einrichtungsgegenstände gebraucht nicht zu erhalten waren, ist eine Gewährung von Bargeld möglich. Als grober Richtwert gilt der Betrag von ca. 1250 € für Allein-stehende und 150 € für jede weitere Person.
  • Die Suche sollte bei den folgenden sozialen Kaufhäusern erfolgen:
  • Buntes Kaufhaus – Möbeldienst, Eßkamp 23, 26127 Oldenburg; Tel: 0441-9736315; Öffnungszeiten: Mo - Fr 09:30 – 17:00 Uhr
  • Möbelhof - Cloppenburger Str. 313, 26133 Oldenburg; Tel: 0441-35082309; Öffnungszeiten: Mo - Fr von 10:00 – 17:30 Uhr
  • Mehrwert – Möbel, Kleidung, Hausrat; Herrenweg 173, 26135 Ol, Tel: 0441-4086529; Mo – Fr 09:30 – 18:00 und Sa 09:30 – 14:00 Uhr
  • Kunterbunt – für Kleidung, Hausrat, Spielzeug; Edewechter Landstr. 80, 26131 Oldenburg; Tel: 0441-5948751; Mo - Fr 09 - 12 und Mo - Do 14:30 – 17:30 Uhr
  • Blaues Wunder – für Hausrat, Kleidung, Spielzeug; Liegnitzer Str. 2; 26127 Ol; Tel: 36134320; Mo – Fr 09 – 12 und Mo, Di, Do, Fr 15 – 18 Uhr
  • Stoffwechsel – Kleidung und Spielzeug; Cloppenburger Str. 313; 26133 Oldenburg; Tel: 0441-35082380; Mo – Do 10:00 – 17:30 und Fr 10:00 – 13:30 Uhr

 

Was wird im Rahmen der Erstausstattung übernommen?

Für Küche und Bad bis zu 350 € (Spüle, Küchenmöbel, Esstisch, Stühle, Badmöbel, Hausrat/Geschirr); für Wohn-  und Schlafzimmer bis zu 450 € (Bett, Matratze, Lattenrost, Oberbett, Kopfkissen, Bettwäsche, Couch, Kleiderschrank, Wohnzimmer-schrank, Vorhang) für Haushaltsgeräte bis zu 450 € (Kühlschrank, Herd, Wasch-maschine, Staubsauger, Bügeleisen und -brett)  - nur grobe Kostenschätzung!

Was wird nicht übernommen?

Flüchtlinge erhalten keine Bodenbeläge, Teppiche oder Laminat oder einen Fliesen-spiegel. Es ist Sache des Vermieters hier für eine ausreichende Qualität zu sorgen (Achtung bei der Wohnungsübernahme). Auch Fernseher und Computer sind nicht Anteil der Erstausstattung. Sie müssen aus der Regelleistung bezahlt werden. Für Computer und Internetzugang haben wir bei der FHO ein eigenes Unterstützungs-team gebildet, das Spenden bereithält. Dies gilt auch für den nachweisbaren Bedarf an Fahrrädern. Diese werden von unseren Helfer*innen für Beträge in Höhe von 20 € für Fahrräder bzw. 5 € für Kinderfahrräder abgegeben. (siehe Lotsen-Info 6 - 2018 Fahrradwerkstatt)

Dagegen ist eine zusätzliche Erstausstattung bei Familiennachwuchs möglich.

  • Bei Schwangerschaft und Geburt eines Kindes kann eine Erstausstattung beantragt werden. Ab der 13. Schwangerschaftswoche kann ein Mehraufwand von 17 % des Regelbedarfes zusätzlich beantragt werden. Alleinerziehende erhalten je nach Alter und Anzahl der Kinder eine Zusatzleistung zwischen zwölf und sechzig Prozent des Regelbedarfes. Auch kann eine Erstausstattung für Schwangere (Umstandsmode) oder Neugeborene (Erstgeborene) beantragt werden für: Kinderwagen, Hochstuhl, Wickelkommode, Baby-Bett und Säuglingskleidung.
  • Grundsätzlich ist auch der Transport der Möbel aus dem Regelbedarf selbst zu zahlen. Die Diakonie-Möbelhäuser liefern aber die Haushaltsgeräte und liefern (auf Kulanz) auch einmalig (nach einer Zusammenstellung aller Möbel) die ausgewählten und be-zahlten Möbel an die neue Adresse der Schutzsuchenden. Für den Anschluss des Elektroherdes gibt es ebenfalls einen Gutschein. Alle anderen Anschlussarbeiten müssen eigenverantwortlich geleistet werden. Dafür wird in jedem Fall weitere ehren-amtliche Hilfe gebraucht und zurzeit ein neues „Unterstützungsteam Einzug und Anschlüsse“ auch mit geeigneten Schutzsuchenden aufgebaut.

 

Copyright – Flüchtlingshilfe Oldenburg - Klaus Fehrlage – 22.05.2018

Umzugsunterstützung

Wohnungssuche – „Umzugsunterstützung/Anschlüsse“

Wobei hilft das neue Unterstützungsteam?

Die Flüchtlingshilfe Oldenburg baut zurzeit ein neues Team auf, dass die Schutzsuchenden und die sie betreuenden Integrationslots*innen dabei unterstützt, den Einzug der Schutz-suchenden in ihre erste Wohnung in Oldenburg schnell und problemlos zu bewältigen. Dabei greift das Team zunächst auf die vorgesehenen Leistungen des Flüchtlingsmanage-ments der Stadt Oldenburg zurück. Kontaktadressen für die Wohnungssuche und die Unterstützung beim Umzug/Einzug finden sich passwortgeschützt im internen Bereich des Portals. Für spezielle Anschlussarbeiten, Malerarbeiten etc. müssen die Schutzsuchenden ggf. finanzielle Beiträge leisten.

 

Darüber hinaus nötige Maßnahmen werden soweit möglich ehrenamtlich durch unser Team geleistet. Hier sollen vor allem auch geeignete Schutzsuchende in die ehrenamtliche Hilfe z. B. für die Unterstützung des Umzuges und den Aufbau von Möbeln mit einbezogen werden. Von den Schutzsuchenden wird in jedem Fall – auch als Zeichen der Wertschätzung - eine Versorgung des Teams (Kaffee/Tee; Kekse o. a.) erwartet.

 

 

An wen kann ich mich wenden?

Das Team Umzugsunterstützung wird von Jens Göttke koordiniert und gesteuert. Es soll durch weitere ehrenamtliche Helfer*innen und viele dazu geeignete Schutzsuchende ergänzt werden. Ansprechpartner für Interessenten und für die Vorbereitung des Starts: Jens Göttke (j.goettke@hotmail.de) und Andreas Jaek (jaek.andreas@t-online.de) Für die Meldung von Schutzsuchenden für die Mitarbeit wären wir dankbar.

 

 

Copyright –   Klaus Fehrlage – 22.05.2018

Kindergeld

Kindergeld

Kindergeldleistungen sind die der Familienkasse (in Oldenburg Stau 70 am Stadthafen) zu beantragen. Allerdings wird es sich vielfach so verhalten, dass das Kindergeld nur ein „durchlaufender Posten" ist. Beim ALG II-Bezug wird es derzeit in vollem Umfang angerechnet.

Auf der Homepage der Agentur für Arbeit finden sich aktuelle Informationen zur jeweiligen Höhe und Besonderheiten beim Kindergeldanspruch (bspw. zum sogenannte Zählkindvorteil), zur jeweiligen Höhe des Kindergeldes und  zu Besonderheiten bei der Berechnung für Spitzenverdiener/innen.

Die Kindergeldberechtigung richtet sich nach dem „Obhutsprinzip“. Die Personen, bei der das Kind lebt, ist in aller Regel kindergeldberechtigt. Ehepaare können bestimmen wer kindergeldberchtigt ist. Bei Trennungen spielen hier noch Fragen des Unterhaltsrechts hinein soweit es um den steuerrechtlichen Kinderfreibetrag geht.

Einzelheiten hierzu können ggf. über die Beratung bei IBIS e.V. erfragt werden.

Streng vom Kindergeld zu unterscheiden ist der Kindergeldzuschlag.Im Gegensatz zum Kindergeld (in 99,8 % der Fälle ein steuerrechtlicher Anspruch-soweit die Berechtigten in der BRD unbegrenzt steuerpflichtig sind- mit Rechtsweg Einspruch bzw. kostenpflichtiger Klage beim Finanzgericht) handelt es sich beim Kindergeldzuschlag um einen sozialrechtlichen Anspruch.

Grundgedanke war hier, da Eltern durch die Kinder nicht hilfebedürftig werden sollen.

Das Jobcenter wird in geeigneten Fällen auf einen Antrag hinwirken, da es sich insoweit um eine gegenüber der Grundsicherung vorrangige Leistung handelt.Nähere Informationen hierzu und auch ein Rechner zur Berechnung des Kindergeldzuschlages.können im Internet abgerufen werden.

Gegen ablehnende Bescheide kann Widerspruch erhoben und gerichtskostenfrei geklagt werden.

Eine weitere Besonderheit ist das Kindergeld nach dem BKGG (Bundeskindergeldgestz).

Kinder können Kindergeld für sich selbst beantragen,wenn der Aufenthalt der Eltern nicht ermittebar ist bzw. diese verstorben sind.Auch dieser Anspruch ist dem Sozialrecht zuzuordnen.

Im Regelfall verlangt die Familienkasse eine Geburtsurkunde des Kindes im Original.

Im Einzelfall können aber auch andere Bescheinigungen des Standesamtes anerkannt werden.

Für die Eintragung von Kinderfreibeträgen ist das Finanzamt zuständig .

in Arbeit -> Gesundheit

in Arbeit

Verbraucherschutz

Verbraucherschutz

Worauf muss ich bei einem Bankkonto achten? Welche versteckten Kosten gibt es bei einem Handyvertrag? Was mache ich, wenn ich eine Mahnung bekomme? Was ist wichtig, wenn ich in eine neue Wohnung einziehe?
Bei diesen und weiteren Themen rund um Alltags- und Verbraucherfragen können sich Schutzsuchende sowie Integrationshelfer an die Verbraucherzentrale wenden. Egal ob Checklisten zur Kontoeröffnung und Co. oder Erklärvideos auf deutsch, englisch, arabisch oder mit Farsi-Untertiteln - die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale haben einige Informationen zusammengetragen.

Alle Informationen sind zu finden unter:

https://www.verbraucherzentrale.de/fluechtlingshilfe

Haftpflichtversicherungen

Die private Haftpflichtversicherung

Wer braucht eine Privathaftpflichtversicherung?

Nach den deutschen Gesetzen muss man Schäden ersetzen, die man anderen Menschen zufügt. Das nennt man Haftpflicht, d.h. man haftet für den Schaden. Das gilt immer dann, wenn man nicht aufgepasst  und dadurch einen Schaden verursacht hat.

Die private Haftpflichtversicherung ist die wichtigste private Versicherung. Denn laut Gesetz haftet man ohne finanzielle Begrenzung, auch wenn die Haftung Millionenhöhe erreicht, z.B. wenn sich Personen bei einem Unfall verletzen oder lebenslange Beeinträchtigungen erleiden. Deshalb sollte jeder eine private Haftpflichtversicherung abschließen, auch Geflüchtete.

Welche Schäden übernimmt die Versicherung?

Die Privathaftpflichtversicherung deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden im privaten Bereich ab. Wer fahrlässig einen Schadensfall verursacht hat und versichert ist, kann davon ausgehen, dass der Versicherer nach entsprechender Prüfung die komplette Regulierung des Schadens übernimmt. Viele Versicherungen beinhalten auch eine Rechtsschutzfunktion: Gegebenenfalls wehren sie für den Versicherten unberechtigte Ansprüche des Geschädigten ab.

Wie schließt man eine Haftpflichtversicherung ab und was kostet das?

Verschiedene Versicherungsunternehmen bieten sowohl für Einzelpersonen als auch für Familien eine Haftpflichtversicherung an. Die Stiftung Warentest hat im Juli 2017 verschiedene Versicherungstarife geprüft, viele Angebote wurden mit „Sehr gut“ bewertet und bieten mehr als einen Grundschutz. Aber: Es finden sich bei oft gleicher Leistung große Preisunterschiede, deshalb lohnt sich ein Vergleich.

Eine gute Grundabsicherung (ohne Selbstbeteiligung) für Familien gibt es bereits für 50 € pro Jahr, für Singles ab 43 € (Schwarzwälder Exklusiv Fair Play Direkt, Versicherungs­summe 10 Millionen €). Viele Unternehmen bieten mehrere Tarife an, die sich aber meist nur in der Höhe der Versicherungssumme unterscheiden (von 10 bis 30 Millionen €).

 

Basisinformationen zum Test unter:

https://www.test.de/Vergleich-Haftpflichtversicherung-4775777-0/

Die vollständigen Testergebnisse (alle Tarife) können dort für 3 € heruntergeladen werden.

  

Informationen zur Haftpflichtversicherung für Geflüchtete in Arabisch, Englisch, Deutsch, Französisch und Persisch unter:

https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/verbraucherschutz-fuer-fluechtlinge/haftpflichtversicherung-fuer-fluechtlinge

 

Stand: März 2018

Integration und Organisation

Integrationskurs / Kinderbetreuung

Informationen zur Teilnahme am Integrationskurs

1. Kurzinfo - Was ist der 'Integrationskurs'?

Der allgemeine Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs mit 600 Unterrichtsstunden und einem Orientierungskurs mit 100 Unterrichtsstunden. Der Sprachkurs besteht aus Kursabschnitten mit jeweils 100 Unterrichtsstunden. Die ersten 300 Unterrichtsstunden des Sprachkurses erfolgen als Basissprachkurs, die darauffolgenden 300 Unterrichtsstunden als Aufbausprachkurs. Die Teilnahmeberechtigung wird im Regelfall in Formularform bei der erstmaligen Erteilung eines Aufenthaltstitels durch das Ausländerbüro überreicht. Werden Leistungen vom Jobcenter bezogen, so kann man auch über dieses zur Teilnahme aufgefordert werden.

Sowohl für Frauen, Eltern, Jugendliche, als auch für Analphabeten werden auch gesonderte Kurse angeboten. Für 'schnelle' Lerner wird ein Intensivkurs mit 430 Unterrichtsstunden angeboten. Auch bei bereits längeren Aufenthalten in Deutschland, als Angehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder als Spätaussiedler nach Deutschland Gekommener, kann ein Integrationskurs besucht werden. Seit dem 24. Oktober 2015 besteht auch für Inhaber einer Aufenthaltsgestattung (Asylbewerber) oder Duldung die Möglichkeit, im Rahmen verfügbarer Kursplätze zu einem Integrationskurs zugelassen zu werden. Für die Beantragung der Zulassung wenden Sie sich bitte direkt an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die noch eine Schule besuchen, können NICHT an einem Integrationskurs teilnehmen.

Teilnahme am Abschlusstest

Der Abschlusstest des Integrationskurses besteht aus einem Sprachtest und dem Test zum Orientierungskurs. Bei bestehen beider Testbereiche ist der Integrationskurs erfolgreich abgeschlossen und wird mit dem „Zertifikat Integrationskurs“ bestätigt (Ein Nichtbestehen wird über eine Bescheinigung dokumentiert). Der bestandene Abschluss zertifiziert Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1 nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen (GeR). Die Teilnahme an dem Abschlusstest ist kostenlos. Wird nur ein Alphabetisierungskurs belegt, so ist die Teilnahme an dem Sprachtest nicht erforderlich.

Nutzen und Vorteile der Teilnahme am Integrationskurs

MigrantInnen, die aus einem Land außerhalb der EU kommen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wenn sie ein unbefristetes Aufenthaltsrecht in Deutschland erhalten wollen. Unter anderem müssen sie ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache, sowie Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland haben. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Integrationskurses sind diese Voraussetzungen erfüllt. Zusätzlich verbessern sich die Chancen auf eine frühere Einbürgerung.

2. Zulassung und Anmeldung für den Integrationskurs

Die Zulassung zu einem Integrationskurs erfolgt über das Bundesamt. Hierzu muss Bitte der Antrag auf Zulassung vollständig und gut leserlich ausgefüllt werden und an die für den jeweiligen Wohnort zuständige Regionalstelle des Bundesamtes gesendet werden. Wenn die Teilnahme an einem Integrationskurs zugelassen wird, erhalten die MigrantInnen eine schriftliche Bestätigung durch das Bundesamt, den Berechtigungsschein. Die Zulassung durch den Schein ist ein Jahr gültig. Mit dem Berechtigungsschein erhalten die AntragstellerInnen  einen Liste aller Kursträger, die in der Nähe des Wohnortes Integrationskurse durchführen.

Über den (voraussichtlichen) Beginn des Kurses informiert der jeweilige Kursträger, bei dem auch die Anmeldung über den Berechtigungsschein erfolgt. Der Kurs sollte nicht später als sechs Wochen nach der Anmeldung beim Kursträger beginnen. Kommt in dieser Zeit kein Integrationskurs zustande, erfolgt eine Information durch die Kursträger. Die MigrantInnen können dann selbst entscheiden, ob sie noch länger auf einen Kurs bei diesem Träger warten oder ob sie sich bei einem anderen Kursträger anmelden wollen. In diesem Fall muss Ihnen der Kursträger den Berechtigungsschein wieder aushändigen.Der Wechsel des Kursträgers ist grundsätzlich nur nach Abschluss eines Kursabschnitts möglich.

3. Kosten und Finanzierung des Integrationskurses

Der Eigenanteil für die Kosten des Integrationskurses liegt bei 1,95 Euro pro Unterrichtsstunde und ist an den Kursträger zu zahlen. Der Kostenbeitrag ist vor Beginn eines jeden Kursabschnittes von je 100 Unterrichtsstunden und vor dem Orientierungskurs zu entrichten. Eine Erstattung des Beitrages bei versäumten Stunden ist nicht möglich.

Befreiung vom Kostenbeitrag

Eine Befreiung vom Kostenbeitrag ist möglich, wenn der/die MigrantIn Arbeitslosengeld II oder Hilfe zu Lebensunterhalt (Sozialhilfe) bezieht oder die Zahlung wegen des geringen Einkommens besonders schwer fällt. Die Befreiung vom Kostenbeitrag muss schriftlich bei der zuständigen Regionalstelle des Bundesamtes zu beantragen (siehe Adressenliste). Dem Antrag ist ein Nachweis über die finanzielle Bedürftigkeit beizufügen (Kopie der entsprechenden Bescheinigung, z.B. Bescheid über Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld, BAFöG, Kinderzuschlag, Bezüge nach Asylbewerberleistungsgesetz, Befreiung von Kita-Gebühren, Befreiung von GEZ-Gebühren, örtliches Sozialticket, Gewährung von Kinder- Jungendhilfe nach SGB VIII etc.) Der Antrag sollte möglichst vor Beginn der Kursteilnahme gestellt werden.

Rückerstattung des Kostenbeitrags

Wurde nach dem 08.12.2007 erfolgreich am Abschlusstest teilgenommen, besteht die Möglichkeit, dass das Bundesamt 50% des gezahlten Kostenbeitrags rückerstattet. Dies gilt aber nur, wenn zwischen dem Ausstellen der Teilnahmeberechtigung und dem Abschlusstest nicht mehr als zwei Jahre vergangen sind. Für die Rückerstattung muss bei der zuständigen Regionalstelle des Bundesamtes ein Antrag gestellt werden.

Fahrtkosten

Wurde der/die KursteilnehmerIn das Bundesamt von der Zahlung des Kostenbeitrages befreit, so erfolgt in der Regel ein Zuschuss zu den Fahrtkosten. Vorraussetzung ist jedoch immer, dass der Kursort mehr als 3km von der Wohnung der MigrantInnen entfernt ist. Grundsätzlich werden allerdings nur die Fahrtkosten zum nächstgelegenen Kursträger bezuschusst. Ob ein Antrag auf Zuschuss zu den Fahrtkosten bei der zuständigen Regionalstelle des Bundesamtes gestellt werden muss, kann bei dem jeweiligen Kursträger erfragt werden. Grundsätzlich können Fahrtkosten nur bei ordnungsgemäßer Kursteilnahme bezahlt werden.

4. Wiederholung des Aufbausprachkurses

Konnten im Sprachtest keine ausreichenden Deutschkenntnisse nachgewiesen werden, kann einmalig bis zu 300 Unterrichtsstunden des Sprachkurses wiederholt und nochmals kostenlos am Sprachtest teilgenommen werden. Vorraussetzung dafür ist, dass Sie regelmäßig am Unterricht teilgenommen haben. Für die Teilnahme an den Wiederholungsstunden muss bei der zuständigen Regionalstelle des Bundesamtes einen Antrag gestellt werden.

5. IBIS e.V. als Kursträger

IBIS e.V. ist vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als Integrationskursträger anerkannt. Sie bieten Integrationskurse im Sinne der Integrationskursverordnung einschließlich der offiziellen Prüfungen „Deutsch-Test für Zuwanderer“ und „Leben in Deutschland“ an. Daneben werden auch Kursangebote für Flüchtlinge ohne Berechtigung zur Teilnahme am Integrationskurs angeboten.

Ansprechpartner:
IBIS – Interkulturelle Arbeitstelle e.V., Kaiserstraße 29, 26122 Oldenburg
Pe* von Rüden / Amani Soulayman
Tel. : 0441 – 408 39 88
Mail: deutsch@ibis-ev.de
Bürozeiten: Mo. – Fr.: 9:30 bis 13:00 Uhr / Mo, Di, Do: 15:00 – 17:00 Uhr

IBIS e.V. bietet zudem qualifizierte und liebevolle Kinderbetreuung während der Kurszeiten, damit die Kurteilnehmenden in Ruhe lernen können.

6. Zugelassene Integrationskursträger in Oldenburg

 

Kursträger

Anschrift

Telefon

E-Mail-Adresse

Academy of English GbR

Alter Postweg 125
26133 Oldenburg

0441/2005667

gean@english-oldenburg.de

Akademie Überlingen

Stau 19
26122 Oldenburg

0441/21713368

f.koska@a-ue.de

Arbeit und Bildung

Kanalstraße 23
26135 Oldenburg

0441/800879

info@arbeitundbildung.de

Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft

Raiffeisenstraße 24 26122 Oldenburg

0441/21713368

0441/21906-854

0160-94476989

Petra.ihnen@bwn.de

Helmut.hartema@bmw.de

 

Euro-Schulen Oldenburg GmbH

Staulinie 11
26122 Oldenburg

0441/218400

Dobrinski.janine@euroakademie.de

 

Grone Schule

Bahnhofsvorplatz 10
26122 Oldenburg

0441/77924104

e.gallas@grone.de

 

IBIS e.V.

Kaiserstr. 29
26122 Oldenburg

0441/4083988

info@ibis-ev.de

deutsch@ibis-ev.de

inlingua Sprachschule

Wallstraße 15
26122 Oldenburg

0441/24197

daran.dragan@inlingua-oldenburg.de

SBH Nord GmbH

Bahnhofsplatz 10
26122 Oldenburg

0441/34016-13

info@sbh-nord.de

Sprachwerkstatt Kamke

Friedrich-Ebert-Str. 63
26125 Oldenburg

0441/3045930

Sprachwerkstatt-kamke@kabelmail.de

VHS Oldenburg

Karlstraße 25
26123 Oldenburg

0441/9239126

info@vhs-ol.de

WBS Training AG

Moslestraße 74
26122 Oldenburg

0441/30919-91

norynisabel.thomann@wbstraining.de

bfw Unternehmen für Bildung, Bildungsstätte Oldenburg

Ankerstraße 21
26122 Oldenburg

0441/92544-42

ruehmkopf.ingrid@bfw.de

Deutsche Angestellten-Akademie GmbH Standortkoordinator der Geschäftsstelle Oldenburg

Mühlenstrasse 5
26122 Oldenburg

0441/92532-0

Florian.Schnelle@daa.de

7. Kinderbetreuungsangebote für die Zeit während des Integrationskurses

Informationen zur Kindertagesbetreuung in der Stadt Oldenburg können im Servicebüro Kindertagesbetreuung (Bergstraße 25, 26122 OL) eingeholt werden.

Beratung und Unterstützung bei der Suche nach Betreuungsplätzen in Krippen, Kindergärten und Horte bieten die Ansprechpartnerinnen

Sigrid Ziethe

Zimmer 116
Tel. 0441 235-3736
Email: Sigrid.Ziethe@Stadt-Oldenburg.de

und

Petra Bröffel-Hempen

Zimmer 119
Tel. 0441 235-3739
Email: Petra.Broeffel-Hempen@Stadt-Oldenburg.de

Erreichbar sind die Frau Ziethe und Frau Bröffel-Hempen während folgender Öffnungszeiten:
Mo, Die, Do, Fr 8.00-12.00h, (mittwochs geschlossen!)

Weitere Informationen zum Anmeldeverfahren und der verschiedenen Betreuungseinrichtungen findet man zudem auf https://oldenburg.betreuungsboerse.net/index.php der Stadt Oldenburg.

Familiennachzug

Familiennachzug

Familienzusammenführung mit anerkannten Flüchtlingen

Wer hat Anspruch auf Familiennachzug und was muss dazu getan werden?

„Anerkannte“ Schutzsuchende* haben das Recht, innerhalb von drei Monaten nach der Anerkennung bei der Ausländerbehörde oder online über das Auswärtige Amt*  eine „erleichterte“ Familienzusammenführung“ (den Familiennachzug) zu beantragen, die ihn dann an die zuständige Botschaft weiterleitet.  Der beantragende Schutzsuchende sollte sich unbedingt von der Ausländerbörde bestätigen lassen, dass der Antrag fristgerecht gestellt wurde („Fristwahrung“). Einen Anspruch auf Nachzug hat die Kernfamilie des anerkannten Schutzsuchenden – also Ehegatten oder Kinder und bei Minderjährigen die Eltern.

*https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/buergerservice-faq-kontakt/faq/00-syrfluechtling/606602

https://familyreunion-syria.diplo.de/webportal/desktop/index.html#start

Weitere Informationen hierzu: https://www.nds-fluerat.org/20940/aktuelles/familiennachzug-fristwahrende-anzeige-innerhalb-der-dreimonatsfrist-stellen/

 

Was bedeutet „erleichterte“ Familienzusammenführung“?

Anders als beim „regulären“ Familiennachzug werden von den Nachziehenden keine Deutschkenntnisse verlangt und von den „anerkannten“ Schutzsuchenden wird keine Lebensunterhaltsicherung und kein Nachweis von geeignetem Wohnraum verlangt – also mit anderen Worten: der anerkannte Schutzsuchende kann seine Familie ohne weitere Bedingungen nachholen.

 

Was müssen die nachziehenden Familienangehörigen tun?

In der Realität dauert ein Familiennachzug viele Monate. Jeder Familienangehörige, der nachziehen will muss selbst bei der deutschen Botschaft vor Ort einen Antrag auf Familienzusammenführung und einen Visumsantrag stellen. Dazu sind zwingend notwendige Urkunden (Geburtsurkunde, Ehe-urkunde etc.) im Original zur Prüfung vorzulegen. Für das Visum wird auch ein gültiger Reisepass (geklärte Identität) verlangt. Zur Vorlage der Unterlagen und zur Antragstellung ist ein Termin bei der deutschen Botschaft erforderlich. Dafür gibt es zurzeit Wartezeiten von 6 bis 15 Monaten. Status der derzeitigen Wartezeiten auf Termine (Interviews) an den deutschen Auslandsvertretungen (Bot-schaften) gem. DRK-Suchdienst: Beirut: 12-14 Monate; Türkei: 5-6 Monate; Erbil: 15 Monate; Amman: 8 Monate; Kairo: 11 Monate; Khartum: 10-12 Monate; Addis Abeba: 12-15 Monate. Erst nach einer sorgfältigen Prüfung kann der Antrag gestellt werden. Die Prüfung und Nachlieferung von erforderlichen Dokumenten dauert oft noch einige Monate.

 

 

Welche Probleme gibt es nach der Visaerteilung?

Die Visa-Gebühr beträgt für Erwachsene 75 € für Personen unter 18 Jahren 37,50 € und ist bereits bei Antragstellung fällig. Nach der Visaerteilung sind erhebliche zusätzliche Kosten z. B. für den Pass (zwischen 100 und 400 € bei der Botschaft des eigenen Landes) und für den Flug zu erwarten, denn diese Kosten müssen die Schutzsuchenden aus eigener Tasche bezahlen. In Deutschland sollte jetzt umgehend vom Jobcenter eine Mietzusage für die zusammenkommende Familie (Miethöhe gem. Übersicht Mietobergrenzen) eingeholt und mit der Wohnungssuche umgehend begonnen werden.

Gibt es Möglichkeiten das Verfahren zu beschleunigen?

Es ist sinnvoll einen Härtefall-Antrag an die Botschaft zu stellen, wenn z. B. ein Familienmitglied lebensbedrohlich erkrankt ist oder ein minderjähriges unbegleitetes Kind in einem der Lager lebt. Bei sehr langen Wartezeiten (über 18 Monate oder mit drastischen Auswirkungen auf die Psyche der Beteiligten, die die Integration unmöglich machen) ist eine Beschwerde beim Auswärtigen Amt sinnvoll oder die Unterstützung eines Bundes- oder Landtagsabgeordneten einzuholen. In krassen Fällen ist eine Verwaltungsgerichtsklage notwendig

Was ist mit den Ansprüchen „subsidiär“ geschützter Flüchtlinge?

Hier gibt es eine sehr komplizierte sich gerade wieder ändernde Rechtslage. Deswegen ist hier in allen Fällen eine Beratung bei IBIS oder bei einem Rechtberater dringend zu empfehlen.

Was ist zu tun, wenn die Nachziehenden in Oldenburg angekommen sind?

Familienmitglieder müssen sofort nach Einreise bei der Stadt im Bürgeramt am Pferdemarkt 14 angemeldet werden und eine Aufenthaltserlaubnis muss beantragt werden. Hierzu ist die Vorsprache aller Familienmitglieder notwendig. Die Integrationslots*innen sollten die Familie begleiten. Durch die Anmeldung wird automatisch eine Information an die Ausländerbehörde geschickt. Hier werden nach Aufforderung für jede Person ein Aufenthaltstitel und ein Flüchtlingsausweis ausgegeben.  Es wird eine Aufenthaltserlaubnis in Verbindung mit dem Nationalpass erteilt, jedoch kein Reiseausweis für Flüchtlinge ausgestellt. Auch hier müssen wir alle Familienmitglieder anwesend sein. Parallel kann die Familie mit dem Einreisevisum bereits beim Jobcenter einen Antrag auf ALGII-Leistungen stellen.

Weitere Aufgaben**:

  • Für die nachgekommenen Familienmitglieder sollten die Integrationslots*innen je einen Aufnahmebogen erstellen, um die Behördenkontakte je effizient zu gestalten.
  • Umzug in eine ausreichend große Wohnung organisieren – Unterstützung Flüchtlingsmanagement bei Auszug aus einer städtischen Unterkunft anfordern
  • Antrag auf Familienversicherung bei der Krankenkasse des anerkannten Schutzsuchenden stellen
  • Arztbesuche planen (Kinderarzt, Hausarzt, Zahnarzt) Impfstatus überprüfen; ggf. Gesundheitsbescheinigung für Schul- bzw. Kitabesuch. Kontakt mit Gesundheitsamt
  • Anmeldung an einer Schule mit Sprachlernklasse, Kita-Anmeldung (Bildungs-Pate suchen)
  • Kindergeldantrag Familienkasse; Oldenburg Card beantragen (Tafel); Antrag Bildung und Teilhabe
  • Familien-Privathaftpflichtversicherung abschließen

*Was es bedeutet „anerkannter“ Schutzsuchender zu sein, wird in Lotsen-Info: 24-2018 erläutert: „Anerkennung für Schutzsuchende – Was bedeutet das?“

**Siehe dazu auch die themenspezifischen Lotsen-Infos im Info-Portal: www.fhol.de im Bereich Informationen

 

Copyright Flüchtlingshilfe Oldenburg – Thomas Barke, Klaus Fehrlage – 23.03.2018

Migranten-Organisationen

Überblick Migranten-Organisationen

In Oldenburg und Umgebung gibt es zahlreiche Migranten-Organisationen die Austausch, spannende Veranstaltungen und neue Begegnungen bieten.

Hier eine Auswahl:

IBIS e.V.
Verein Interkulturelle Arbeitsstelle IBIS e.V.
Nähere Infos unter: https://ibis-ev.de/

Yezidisches Forum e.V. Oldenburg
Nähere Infos unter: http://www.yeziden.de/

Integration e.V.
Verein Integration e.V. Nähere Infos unter: http://www.integration-ev.com/

Deutsch-Polnische Gesellschaft Oldenburg e.V.
Nähere Infos unter: https://www.dpg-oldenburg.de/

Deutsch-Syrische Gesellschaft Oldenburg e.V.
Nähere Infos unter: https://dsgoblog.wordpress.com/home/

Migrationsberatung der Diakonie Ol-Stadt
Nähere Infos unter: http://www.oldenburg.de/microsites/frauen/oldenburg-fuer-frauen/daten/a-z/daten/migrationsberatung-der-diakonie-ol-stadt.html

MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen
Nähere Infos unter: http://www.men-nds.de/

Migration und Mobilität – Für mehr Bewegung im sozialen Raum

Nähere Infos unter: http://www.sport.uni-oldenburg.de/migration/36457.html

Deutsch-Russischer Kultur und Bildungsverein
Nähere Infos unter: http://integration-oldenburg.com/bikulturelle-vereine/deutsch-russischer-kultur-und-bildungsverein/

Diese Liste stellt nur eine Auswahl dar. Eine vollständige Liste können wir nicht garantieren und sind jederzeit für neue Vorschläge dankbar.

Bildung und Arbeit

Jobsuche

Wie ist die Situation auf dem Job-Markt für Geflüchtete?

Über 2000 anerkannte Schutzsuchende werden in den nächsten beiden Jahren nach Arbeit suchen, nur wenige von ihnen haben bereits eine Stelle. Viele sind hoch motiviert, aber unpassend qualifiziert. Über 90 % der Firmen machen allerdings keinerlei Anstalten, Flüchtlinge in ihrem Betrieb zu beschäftigen. Dabei sind die Unternehmen zugleich mehrheitlich der Meinung, dass Flüchtlinge helfen könnten, den Fachkräftemangel zu lindern.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erwartet, dass ca. 15 % aller Schutzsuchenden innerhalb eines Jahres und die Hälfte innerhalb von fünf Jahren einer Beschäftigung nachgehen könnte. Was wäre dafür zu tun? Die Antwort ist klar: Alle offiziellen Stellen und die Arbeitgeber müssen mehr tun und vor allem koordinierter vorgehen. Da das „noch“ nicht geschieht, müssen wir als Integrations-lots*innen der Flüchtlingshilfe Oldenburg dieser Aufgabe so gut es geht selbst nachgehen. Dazu haben wir ein kleines „Team Jobsuche“ zur Unterstützung und Beratung der IL aufgebaut.

Was sind die größten Probleme bei der Suche nach Jobs?

Das Hauptproblem der Schutzsuchenden für die Jobsuche ist die deutsche Sprache. Ohne Sprachkenntnisse auf dem CEF-Level B1 bekommen Schutzsuchende kaum ein Praktikum oder einen Job als Helfer oder Hilfskraft. Es ist einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten, das deutsche System von Ausbildung und Arbeitsmarkt verständlich zu machen. Es gibt bereits einen hohen Überschuss an Ungelernten, die keine Beschäftigung finden. Den Schutzsuchenden muss daher vermittelt werden, dass eine Berufsausbildung langfristig besser ist (besserer Verdienst, geringeres Risiko von Arbeitslosigkeit) als ein Hilfsarbeiterjob. Zur sorgfältigen Ermittlung der Berufswünsche der Schutzsuchenden, stellen wir daher spezielle Profiling-Formulare bereit.

Kann der Geflüchtete eine Ausbildung machen oder studieren? Welche Voraussetzungen gibt es?

  • Praktika, Berufsvorbereitende Maßnahmen (in der Regel im Vorfeld der Berufsausbildung)
  • Ausbildung im Dualen System: in Betrieb und Berufsschule; Berufsfachschulen – Voraussetzung: Sprachkenntnisse mindestens auf CEF-Level B1 (besser CEF-Level B2)
  • Uni/FHS – Orientierungsjahr (Voraussetzung: Sprachkenntnisse mindestens CEF-Level A2)
    Wer hilft bei der Suche nach Praktika, Ausbildungsstellen und Jobs?
  • Als erstes muss das Jobcenter, Stau 70, angesprochen werden. Hier haben die anerkannten Schutzsuchenden bereits einen - in ihren Unterlagen zu findenden - direkten persönlichen Ansprechpartner, der sie bei ihrer beruflichen Integration begleitet. Bei den Jobcentern handelt es sich um die für die Schutzsuchenden zentrale Anlaufstelle.
  • Darüber hinaus hält das Team Jobsuche der FHO Kontakte zu einem Unterstützungsnetzwerk (Pro:connect, IHK, HWK; Berufsverbänden, Uni etc.), hält Steckbriefe dazu bereit und kann den IL gezielt helfen, die richtigen Ansprechpartner zu finden.

Werden die Abschlüsse aus der Heimat der Schutzsuchenden anerkannt?

  • Wenn die Dokumente im Original vorliegen ist ein Anerkennungsverfahren grundsätzlich möglich. Allgemeine Informationen finden sich unter: www.anerkennung-in-deutschland.de
  • Urkunden und berufliche Zertifikate werden vom Jobcenter übersetzt
  • Nach einer Beratung kann das IQ-Netzwerk, Raiffeisenstr. 24, Tel: 0441-2190628 weiter helfen

Was brauchen die Schutzsuchenden für eine chancenreiche Bewerbung mit dem Ziel eines Ausbildungs- oder Arbeitsvertrages?

  • Eine Sprachkompetenz auf CEF-Level B1 bis CEF-Level C1
  • Ein qualifiziertes Bewerbungsschreiben und einen aussagekräftigen und aktuellen Lebenslauf (zur Erstellung der Bewerbungsunterlagen empfiehlt es sich, die beim „Team Jobsuche“ hinterlegten Profilingbögen mit heranzuziehen)
  • Zeugnisse und Zertifikate (übersetzt und beglaubigt)
  • Sozialversicherungsnachweis; Krankenkassen-Karte
  • Sorgfältige Vorbereitung auf ein mögliches Vorstellungsgespräch und Begleitung beim Berufseinstieg (ggf. Planung von Begleitenden Fördermaßnahmen und von Berufsausbildungsbeihilfen)
  • Hilfreich sind zudem Informationen zum regionalen Arbeitsmarkt und zu den verschiedenen Berufs-bildern, um sich mit ihren individuellen Fähigkeiten und Wünschen gezielt positionieren zu können
  • Unsere Erfahrungen zeigen, wie wichtig es ist, beim Schutzsuchenden die Vorstellung und Erwartung auf ein realistisches Maß zu reduzieren: So ist es beispielsweise unrealistisch, dass ein Schulabgänger, nach achtjähriger irakischer Schulausbildung ohne weitere Ausbildung, unverzüglich einen Job mit einem Zielgehalt von 2.500 € finden kann.

An wen wenden sich die Integrationslots*innen mit ihren Fragen?

Die Erstberatung erfolgt durch erfahrene Lots*innen des „Team Jobsuche“. Kontaktaufnahme per Mail an: Claudia Jesse claudia0204@web.de oder Bernhard Osewold bernhard.osewold@me.com . Eine spezielle weitere Beratung erfolgt ggf. durch IBIS e. V.: Ruth Siber ruth.siber@gmail.com.

Copyright – Flüchtlingshilfe Oldenburg - Klaus Fehrlage und Bernhard Osewold – 23.05.2017

Führerschein

Anerkennung von Führerscheinen der Schutzsuchenden

Wie kann ich den vorhandenen Führerschein umschreiben lassen?
Führerscheine aus z.B. Syrien, dem Irak oder Afghanistan werden nicht anerkannt.

Für Führerscheininhaber aus Nicht-EU-Ländern, die nicht in der Staatenliste der Anlage 11 zu den §§ 28 und 31 FeV aufgeführt sind (s.Link Staatenliste der Anlage 11 zu den §§ 28 und 31 FeV) gilt, dass die deutsche Fahrerlaubnis nur aufgrund einer vollständigen theoretischen und praktischen Prüfung erteilt wird. Verzichtet wird jedoch auf eine Fahrschulausbildung nach der deutschen Fahrschüler-Ausbildungsordnung.  Der Bewerber entscheidet somit selbst, ob und wann er prüfungsreif ist. Er muss aber bei der Prüfung von einem Fahrlehrer begleitet werden. Spätestens sechs Monate nach Begründung des ordentlichen Wohnsitzes muss der Führerschein umgeschrieben werden. Anderenfalls erlischt die Fahrberechtigung für Deutschland.

Wo muss ich den Antrag stellen?

Der Antrag auf Erteilung der deutschen Fahrerlaubnis ist bei dem für den Wohnsitz des Kraftfahrzeugführers zuständigen Straßenverkehrsamt zu stellen (Fahrerlaubnisbehörde). Eine Frist für den Antrag besteht nicht. In dem deutschen Führerschein wird ein Vermerk aufgenommen, aus dem die Vorlage einer ausländischen Fahrerlaubnis ersichtlich ist. Der ausländische Führerschein wird von der deutschen Behörde an die Ausstellungsbehörde zurückgesandt oder in Verwahrung genommen. Ein Rücktausch ist nur bei Rückgabe der deutschen Fahrerlaubnis möglich. Soweit die Behörde vor der Ausstellung eines deutschen Führerscheins eine Klassifizierung/Übersetzung der ausländischen Fahrerlaubnis verlangt, kann diese zB vom ADAC-Regionalclub vorgenommen werden.

Fremdsprachiges Lernmaterial für die theoretische Prüfung

Unterlagen zur theoretischen Prüfung (Lehrbögen, Lehrbücher, Prüfungsfragen-CDs) für viele  Fremdsprachen gibt es nur bei Spezialanbietern, z. B. beim Lehrmittelvertrieb M. Gründl. Unterlagen in Arabisch kosten dann z. B. 95€ (inklusive MwSt. und Versandkosten).

Die theoretische Prüfung ist grundsätzlich in deutscher Sprache abzulegen und erfolgt anhand von Fragen am PC. Bei nicht ausreichenden Lese- und Schreibkenntnissen kommen alternativ folgende Fremdsprachen in Betracht: Englisch, französisch, griechisch, italienisch, polnisch, portugiesisch, rumänisch, russisch, kroatisch, spanisch, türkisch. Arabisch ist seit 2016 eine zugelassene Prüfungssprache.

Ist eine Kostenübernahme möglich?

Jobcenter können Erwerbslosen, die Arbeitslosengeld II beziehen, zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt, Leistungen nach § 16 SGB II aus dem Vermittlungsbudget bewilligen. Liegen diese Voraussetzungen vor (bestätigter Arbeitsplatz, Kostenaufstellung der Fahrausbildung, keine eigenen finanziellen Mittel) dann spreche bitte mit dem Jobcenter über die Möglichkeit der Kostenübernahme für einen Führerschein.

Stand: 15.11.2017 Fragen oder Anmerkungen an HP Mößner (hp@moessner-net.de)

in Arbeit -> Berufsorientierte Aktivitäten

Berufsorientierte Aktivitäten:

Nähkreise, Gärtnern, Kochgruppen, Fahrrad

    in Arbeit

 

Einschulung

Schulen in Oldenburg

Einschulung

Zur allgemeinen Orientierung verfügt die Seite der Stadt Oldenburg  über eine Karte mit einem Überblick über die Oldenburger Schullandschaft, außerdem über eine Übersicht über das gesamte Schulsystem. (Sehr informativ und übersichtlich)
http://www.oldenburg.de/microsites/schule/schulen-in-oldenburg/karte-oldenburger-schullandschaft.html

Die Einschulung erfolgt in der Regel mit der Vollendung des 6. Lebensjahres /bzw. dem Erreichen des 6. Lebensjahres bis zum 30.09. des kommenden Schuljahres.

  • Monate vorher erfolgt eine Sprachstandsermittlung und Einschulungsuntersuchung, die zur Schulpflicht gehört. Im Allgemeinen erfolgt im Frühjahr schon der erste Elternabend zur Information. Dieser Termin ist sehr wichtig, da man dann schon Kinder z.B. für die Betreuung in der „Verlässlichen Grundschule“ ( nach Schulschluss bis Beginn Hort) und/oder im Hort anmelden muss.
    Da der Hort nur über wenige Plätze verfügt, werden alleinerziehende Elternteile vorrangig behandelt.
  • Die Erziehungsberechtigten erhalten zu diesem Zeitpunkt auch schon die Schulbuchlisten und Materiallisten für das kommende Schuljahr. Sie sollten darauf hingewiesen werden, dass sie Transferleistungen empfangen und keine Leihgebühren zahlen müssen. Für Kopierkosten etc. sollen sie sich Quittungen ausstellen lassen, da diese Kosten vom Jobcenter übernommen werden.

Es gibt 28 Grundschulen in Oldenburg, siehe
http://www.oldenburg.de/microsites/schule/schulen-in-oldenburg/grundschulen.html

-  Nach der Einschulung sollte schnellstmöglich der Antrag für Lernförderung gestellt werden. Unter www.bbf-sustain.de oder E-Mail : maike.lumma@bbf-sustain.de  kann man die Anmeldebögen  anfordern. Die Anmeldebögen sollten schon mit Bedarfsgemeinschaftsnummer und OLCardnummer versehen sein.

Gleichzeitig muss der Antrag auf Lernförderung ausgefüllt der Lehrkraft vorgelegt werden, die letztlich entscheidet ob und in welchem Umfang das Kind zusätzliche Förderung nötig hat. Bei Genehmigung  gelten die Anträge jeweils nur für ein Schulhalbjahr, das heißt, dass sie im Dezember für das zweite Halbjahr neu gestellt werden müssen.

Info: Petra Köchling  Jan 18

Entwurf -> Computer & Internet

Computer für Flüchtlinge

Wir, das Team Computer, bereiten Computer und Laptops auf und stellen sie Geflüchteten zur Verfügung. Nach voriger Absprache geben wir die Computer an die Geflüchteten, Pat*innen oder Integrationslots*innen weiter oder bauen diese in Flüchtlingsunterkünften auf. Bei der Übergabe findet eine kleine Einführung statt. Bei Bedarf übernehmen wir kleinere Reparaturen oder Neu-Installationen an den Rechnern von Geflüchteten.

Unter der Mail-Adresse computer@fluechtlingshilfe-oldenburg.de sind wir für Fragen oder Terminabsprachen erreichbar. Wichtige Informationen werden außerdem auf unserer Facebook-Seite Computer für Flüchtlinge Oldenburg bekannt gegeben.

Alle zwei Wochen findet am Montag ab 19.30 Uhr ein Treffen statt. Hier übergeben wir die fertigen Computer, reparieren Rechner oder nehmen Geräte-Spenden an. Wir treffen uns im Oldenburger Hackspace Kreativität-trifft-Technik. Der Verein befindet sich im 2. Stock im Postgebäude am Hauptbahnhof. Der Zugang zum Postgebäude ist über die Tür an der Straße möglich. Dort befindet sich auch eine Klingel.

Wer übrigens Interesse an dem Projekt hat und mitmachen möchte, auch ohne technisches Vorwissen, ist gern gesehen, besonders interessierte Geflüchtete!

Für dieses Projekt sind wir auf Spenden von Laptops, Computern und Zubehör angewiesen. Wer spenden möchte, die Computer und Laptops sollten nicht älter als etwa zehn Jahre und einigermaßen funktionstüchtig sein. Als Zubehör können wir Flachbildschirme, Tastaturen, Mäuse, USB- und WLAN-Sticks, Headsets oder kleine Lautsprecher und LAN-Kabel gebrauchen.

in Arbeit -> Email einrichten
E-Mail-Account einrichten (z.B. Landesbibliothek)

in Arbeit

Begegnung und Freizeit

Begegnungen

Wie stellt sich die Situation für Schutzsuchende und Lots*innen dar?

Über 1200 Schutzsuchende leben zurzeit in Oldenburg noch in Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften (KGU) und in dezentralen städtischen Wohnungen. Etwa vierzig Flüchtlinge und zusätzlich ca. 45 Personen kommen durch die Familienzusammenführung monatlich neu hinzu. Die vertriebenen und verfolgten Menschen suchen nach Sicherheit, suchen einen Rückzugsraum.

Nach der ersten Orientierung und der Abgabe des Asylantrages geht es für die Flüchtlinge, die die Absicht haben in Oldenburg zu bleiben, darum Deutsch zu lernen und stabile Kontakte zu anderen Schutzsuchenden und Helfer*innen aufzubauen. Wenn Integrationslots*innen die Betreuung für bereits anerkannte Schutzsuchende übernehmen, geht es vor allem darum Vertrauen aufzubauen und die Fähigkeit zur Selbsthilfe von Anfang an zu stärken. Dazu müssen wir zusätzliche ehrenamtliche oder nachbarschaftliche Hilfe gewinnen.

In der KGU sind das regelmäßig Treffen mit Menschen (Verwandte, Landsleute, Freunde, Bekannte) z. B. in „Begegnungs-Cafés“, mit denen man die Situation teilt, mit denen man sich austauscht und gemeinsam für Verbesserungen engagiert. Haben wir für die Schutzsuchenden eine Wohnung gefunden ergibt sich häufig ein noch größerer Bedarf nach einem Angebot von Begegnungen und Kontakten. Denn die Menschen zum Beispiel aus Afrika oder dem Nahen Osten führen ihr Leben - für unsere Verhältnisse - zu einem viel größeren Teil ihr Leben auf Straßen und Plätzen. Schutzsuchende fühlen sich daher in den dezentralen Wohnungen oft isoliert.

Was wäre zu tun, um die Kontaktmöglichkeiten, Kräfte zur Selbstwirksamkeit und Kommunikation zu verbessern? Die Antwort ist klar: nach einer individuellen Ermittlung des Kontaktbedarfes und der Interessen müssen wir die diversen Möglichkeiten für Begegnungen, Freizeitaktivitäten, kulturelle und sportliche Angebote aufzeigen und Aktivitäten anstoßen. Insbesondere müssen wir „house-warming-parties“, Nachbarschaftsbegegnungen und Freundes- und Gesprächskreise proaktiv organisieren.

Wie lässt sich die nötige Transparenz der Angebote schaffen?

Wir bauen zurzeit ein kleines „Team Begegnungen“ zur Unterstützung und Beratung unserer Integrationslots*innen auf, damit sie Aufklärungsarbeit leisten können, wie man bei uns die vielfältigen Möglichkeiten erschließen kann. Dazu erstellen wir selbst und später in Zusammenarbeit mit einem Profi-Netzwerk der Stadt bzw. durch Zugriff auf das Online-Portal: www.refugees.niedersachsen.de (ReiN) gute Informationsmöglichkeiten und handlungsorientierte steckbriefartige „Lotsen-Infos“ mit guten Beispielen gezielt für Geflüchtete zu folgenden Themen:

  • Begegnungs-Cafés bei IBIS und in den KGUs
  • Übersicht Freizeitangebote
  • Übersicht Kulturangebote
  • Übersicht Sportangebote
  • Übersicht Weiterbildungsangebote: Sprachkurse, VHS, Museen, Bibliotheken etc.
  • Stadtteil-Treffs – Dietrichsfeld u. a. (Lotsen-Info 9.2 - 2017)
  • Projekt: start-with-a-friend.de - studentische Kontakte
  • Projekt: amiko – Kontakttreffen für Jugendliche von 18 -25 Jahre (Kulturetage) (Lotsen-Info 9.1 - 2017)
  • Projekt: In Fa(r)be – interkulturelle Begegnungen (Paritätischer und Ev. Familienbildungsstätte) – (Lotsen-Info 9.3 – 2017
  • Nähkreise, Gärtnern, Kochgruppen; Fahrrad etc.
  • Frauen- und Männer-Treffs

Wer hilft den Schutzsuchenden bei der Suche nach Begegnungsmöglichkeiten? An wen wenden sich die Integrationslots*innen mit ihren Fragen?

Erstberatung durch erfahrene Lots*innen des „Team Begegnungen“. Ansprechpartner mit Kontaktaufnahme per Mail an: Cornelia Roth (frau.cornelia.roht@gmail.com) oder Rolf Plewa (rolf.plewa@ewetel.net)
Der Aufbau eines städtischen Profi-Netzwerkes zur Unterstützung des Ehrenamtes und eine Übersicht über die Migranten-Selbstorganisationen sind in Vorbereitung

Copyright – Flüchtlingshilfe Oldenburg - Klaus Fehrlage – 23.05.2017

Projekt "Amiko"

Was will das Freundschaftsprojekt, worum geht es?

Bei „Amiko“ geht es darum, Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrations-hintergrund für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Die Bezeichnung „Amiko“ stammt aus der Weltsprache Esperanto und bedeutet: Freund. Diese „Freunde“ sollen sich in Sprachlernklassen, Begegnungs-Cafés, im Jugendmigrationsdienst oder in Migrantenorganisationen als Jugendlotsen engagieren.

Wer kann mitmachen und wo trifft man sich?

Mitmachen können Jugendliche von 17 bis 25 Jahre. Es werden Kontakte für Freund-schafts-Tandems zwischen Neubürgern und „Oldis“ vermittelt oder man kann sich, bei einem Interesse an pädagogischer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Migrations-hintergrund, in der Freizeit zu Jugendlotsen ausbilden lassen. Jedes Jahr werden dazu kostenlose Ausbildungen angeboten. Interessenten melden sich bei Frank Harloff, 0441-235-3690; Mail: frank.harloff@stadt-oldenburg.de

Wer ist Träger des Projektes und an wen wenden sich Interessent*innen und Integrationslots*innen mit ihren Fragen?

Träger des Projektes ist der Verein Jugendkulturarbeit in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst der Stadt Oldenburg. Treffpunkt ist das Kreativlabor in der Kulturetage, Bahnhofsstraße 11, Mo – Do von 14 – 18 Uhr Kontakt: 0152-27107937; Gina Schumm, Mail: g.schumm@jugendkulturarbeit.eu oder amiko@cjd.de

Copyright - Flüchtlingshilfe Oldenburg - Klaus Fehrlage – 23.05.2017

Stadtteiltreffs

Stadtteiltreffs

Innerhalb der Stadt Oldenburg gibt es vier GemeinWesenArbeiten (GWA) in den Stadtteilen Bloherfelde/Eversten, Dietrichsfeld, Kreyenbrück und Ohmstede. In diesen Stadtteiltreffs finden auch für ausländische MitbürgerInnen diverse regelmäßige Aktionen statt, an denen sich Ehrenamtliche jederzeit beteiligen können.

Die Gemeinwesenarbeiten sind Nachbarschaftshäuser und Treffpunkte für alle Menschen im Stadtteil. Alle können den offenen Bereich des Hauses nutzen, Veranstaltungen und Gruppen besuchen und selbst gestalten, Kontakte knüpfen und Beratungsangebote in Anspruch nehmen.

Beispiele für die Möglichkeiten der Beteiligung sind Sprach-Cafés, Spielenachmittage, Interkulturelle Begegnungsabende usw. Die unterschiedlichen und oft wechselnden Angebote lassen sich am besten telefonisch erfragen oder auf der Seite der Stadt Oldenburg für den jeweiligen Standort abrufen unter:

http://www.oldenburg.de/microsites/gemeinwesenarbeit.html

Adressen:

  • Stadtteiltreff Dietrichsfeld
    Alexanderstraße 331
    26127 Oldenburg
    Telefon: 0441 5707892
  • Gemeinwesenarbeit - Treffpunkt Bloherfelde/Eversten
    Bloherfelder Straße 173
    26219 Oldenburg
    Telefon: 0441 5601165
  • Stadtteiltreff Kreyenbrück
    An den Voßbergen 58
    26133 Oldenburg
    Telefon: 0441 235 3292
  • Kulturzentrum Rennplatz
    Kurlandallee 4
    26125 Oldenburg
    Telefon: 0441 381424

Copyright – Flüchtlingshilfe Oldenburg - Rolf Plewa – 23.05.2017

Projekt "In Fa(R)Be"

Begegungen – Projekt InFa(r)Be

Interkulturelle Familienbegegnungen der Evangelische Familien-Bildungsstätte

Das Projekt wird finanziell unterstützt vom Land Niedersachen und der Stadt Oldenburg mit Mitteln aus "Gut Ankommen in Niedersachsen". Es richtet sich an Oldenburger und bei uns schutzsuchende Familien, unabhängig von Religion und Herkunft.

Ziel ist es, die Begegnung einheimischer und schutzsuchender Familien zu fördern.

Hier werden Familienpatenschaften gebildet oder/und bestehende Familientandems durch verschiedene Angebote unterstützt.

Die Projektkoordinatorin begleitet die Patenschaft durch

  • Beratung
  • regelmäßige Austauschabende für die Helfenden mit interessanten Themen zu Zuwanderung und kulturellem Verständnis
  • Organisation von Familientreffen
  • Supervisionsangebote der Agentur:ehrensache, die den Helfenden zusätzlich die Möglichkeit geben, Erlebtes zu reflektieren.

Möchten Sie einer neu zugezogenen Familie "beim Ankommen" helfen?

  • Sie sind Oldenburger und offen für neue Begegnungen, wollen sich 2-3 Std. wöchentlich ehrenamtlich engagieren und möchten sich von der kulturellen Vielfalt bereichern lassen.
  • Als Familienpaten sind Sie bereit, auch Einblick in ihre Lebenswelt zu geben.
  • Die Begleitung der Patenschaft ist begrenzt auf maximal ein Jahr.

Kontakt:
Frau Carola Kürten
Tel: 0441-776001
mobil: 0152-01919421
email: kuerten@efb-oldenburg.de

Projekt "Start-with-a-friend"

Was will das Freundschaftsprojekt, worum geht es?

Bei Start With A Friend geht es darum, geflohene Menschen beim Ankommen in Deutschland unterstützen und sie mit Oldenburgern zusammenbringen. Diese stehen mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement den Geflüchteten im täglichen Leben zur Seite. Neben dem Wunsch nach Unterstützung steht der Austausch im Vordergrund. Wir wünschen uns ein gegenseitiges Lernen voneinander. Im Idealfall entsteht eine Freundschaft, in jedem Fall aber Verbindungen, die Netzwerke schaffen und Geflüchteten den Start in Deutschland erleichtern. Basis dafür sind ähnliche Interessen und wöchentliche Treffen der gebildeten Tandems.

Wer kann mitmachen und wo trifft man sich?

Mitmachen können alle ab 18 Jahren. Ein Stammtisch für alle Teilnehmer und Interessenten findet an jedem letzten Montag im Monat ab 19:30 im Marvin‘s in der Rosenstraße 6 statt.

Wer ist Träger des Projektes und an wen wenden sich Interessent*innen und Integrationslots*innen mit ihren Fragen?

Start with a Friend ist ein gemeinnütziger Verein, der im April 2014 in Berlin gegründet wurde und seit Sommer 2016 in Oldenburg exisitiert. Bei Interesse und Fragen Mail an: https://www.start-with-a-friend.de/standorte/oldenburg/ Dort ist auch zahlreiches nützliches Infomaterial für Oldenburg zu finden.

Cornelia Roth – 07.06.2017

Frauentreffs

Situationsbeschreibung

In Oldenburg bestehen einige Angebote, die sich speziell an Frauen richten und natürlich auch für Geflüchtete offen sind. Aktuelle Informationen finden sich hierzu auf der Homepage der Stadt Oldenburg: http://www.oldenburg.de/microsites/frauen/oldenburg-fuer-frauen/daten/bildung-kultur-freizeit.html.

Spezielle Frauentreffs werden vor allem von Kirchengemeinden und Stadtteiltreffs angeboten, nähere Informationen zu den Stadtteiltreffs können abgerufen werden unter: http://www.oldenburg.de/de/microsites/gemeinwesenarbeit.html.

Beispielsweise bieten folgende Stadtteiltreffs regelmäßig an:

Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten

  • Frauentreff „Romaschka“ für russischsprechende Frauen
  • Frauengruppe
  • Kontakt: Bloherfelder Straße 173, 26129 Oldenburg
    Telefon: 0441 5601165 oder 0151 61546832
    E-Mail: kennedyviertel@stadt-oldenburg.de

Stadtteiltreff Dietrichsfeld

Kulturzentrum Rennplatz

Männertreffs

Situationsbeschreibung

In Oldenburg bestehen einige Angebote, die sich speziell an Männer richten und natürlich auch für Geflüchtete offen sind. Aktuelle Informationen finden sich hierzu auf der Homepage der Stadt Oldenburg: http://www.oldenburg.de/microsites/frauen/oldenburg-fuer-maenner/themenschwerpunkte/bildung-kultur-freizeit.html.

Spezielle Männertreffs werden vor allem von Kirchengemeinden und Stadtteiltreffs angeboten, nähere Informationen zu den Stadtteiltreffs können abgerufen werden unter: http://www.oldenburg.de/de/microsites/gemeinwesenarbeit.html.

Beispielsweise bieten folgende Stadtteiltreffs regelmäßig an:

Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten  

  • FC Kennedy: Fußball-Treff für Männer
  • Kontakt: Bloherfelder Straße 173, 26129 Oldenburg
    Telefon: 0441 5601165 oder 0151 61546832
    E-Mail: kennedyviertel@stadt-oldenburg.de

Stadtteiltreff Dietrichsfeld

Kulturzentrum Rennplatz

Entwurf – Hannah Prömper – 08.09.2017

Fahrradwerkstatt

Fahrradspenden für Flüchtlinge – Mitarbeit von Flüchtlingen in der Fahrradwerkstatt

In der Kommunalen Gemeinschaftsunterkunft (KGU IV) am Fliegerhorst gibt es ein Projekt: „Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge“. Hier werden gespendete Fahrräder für die Verteilung an Schutzsuchende in den Unterkünften am Fliegerhorst und Georg-Bölts-Str. 6 aufbereitet, repariert und von der Polizei als verkehrssicher abgenommen und registriert. Alle Räder erhalten zudem einen Korb und ein gutes Schloss.

Auch die Integrationslots*innen können bei Bedarf für die von ihnen betreuten Schutzsuchenden ein gespendetes Fahrrad bekommen. Aus ca. 10 Rädern kann eines ausgewählt werden. Damen oder Herrenräder werden gegen eine Schutzgebühr von 20 €, Kinderräder für 5 € abgegeben.

Da in regelmäßigen Abständen eine größere Zahl von Fahrrädern eingesammelt, aufbereitet und repariert werden muss, werden weitere ehrenamtliche Helfer und auch Flüchtlinge gesucht, die in der Werkstatt des Projektes am Fliegerhorst ca. 2—3 Stunden pro Woche (für Schutzsuchende auch gegen eine Praktikumsbescheinigung) in der Werkstatt mitarbeiten.

In regelmäßigen Kursen der Verkehrswacht – ca. 5 Arbeitstage je 4-6 Stunden - werden Schutzsuchende auch im Radfahren und den Verkehrsregeln trainiert.

Bei Bedarf an gespendeten Fahrrädern, Interesse an der Mitarbeit in der Werkstatt oder einer Teilnahme an Kursen der Verkehrswacht zum Erhalt des Fahrrad-Führerscheins wendet ihr euch an uns oder direkt an das Orga-Team des Projektes:

Link zum Antragsformular

in Arbeit -> Freizeitangebote
Übersicht Freizeit-, Kultur- und Sportangebote

 

in Arbeit -> Weiterbildungsangebote
Übersicht Weiterbildungsangebote (VHS, Museen, Bibliotheken)
Begegnungscafes

Übersicht Begegnungs-Cafés

Ausgangslage:

In den Gemeinschaftsunterkünften sind Schutzsuchende an Begegnungen mit Oldenburgern und an Sprach-Cafés mit Kinderbetreuung sehr interessiert, denn die Schutzsuchenden sind in den Gemeinschaftsunterkünften meist isoliert und sie finden allein oft keine Möglichkeiten zu Begegnungen.

 

Zugleich melden sich bei der FHO oder IBIS häufig an ehrenamtlicher Arbeit Interessierte Bürger*innen, die keine Zeit für eine Tätigkeit als Integrationslots*in finden aber gerne zeitliche begrenzt in einem Begegnungs-Café; Sprach-Café, in der Kinderbetreuung oder bei der individuellen Hausaufgabenhilfe mitarbeiten würden. - Diese Übersicht soll helfen diese Interessen zusammenführen.

 

Wo gibt es Möglichkeiten der Mitwirkung in Begegnungs-Cafés oder Sprach-Cafés und wie können die Integrationslots*innen mehr Kontakte und mehr Begegnungen anstoßen?

  • Begegnungs-Cafés in den Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften (KGU)
  • Pophankenweg KGU VII: mittwochs von 17-18:30 Uhr und donnerstags 16-17:30 Uhr; Ansprechpartner*in: Frauke Trosiener; Kinderbetreuung: Inga Jacobs
  • Alexanderstraße KGU IV Fliegerhorst): dienstags und donnerstags von 17 – 18:30 Uhr; Ansprechpartner*in: Siggi oder Heike Deeken
  • Sprach-Café im Stadtteiltreff Dietrichsfeld: dienstags von 15:00 bis 17:00 Uhr; Ansprechpartner*in: Rolf Plewa
  • Begegnungs-Café bei IBIS, Klävemann Straße 16; täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr; Ansprechpartner*in: Katharina Pytjew;
  • Begegnungsstätte des DRK, Kaiserstraße 19: im Aufbau – Start am 12.04. um 18:00 Uhr (Ehrenamtstreffen); Ansprechpartner*in: Frauke Dirks
  • Frauen-Café im Mädchenhaus Oldenburg, Cloppenburger Straße 35; jeden Donnerstag treffen sich dort geflüchtete Frauen zu einem kostenlosen Frühstück mit Annika Dühnen

 

Wie können die Schutzsuchenden an Begegnungsangebote herangeführt werden?

Die Kontaktdaten mit Name, Telefon oder Email-Adresse findet ihr im internen Bereich unseres Portals: www.fhol.de – Es ist sinnvoll, die Schutzsuchenden zum ersten Treffen in einer der Begegnungsstätten zu begleiten um Hemmschwellen zu überwinden

 

Lotsen-Info für die Flüchtlingshilfe Oldenburg – Klaus Fehrlage – 22.05.2018

Mehrgenerationenhaus

Übersicht Begegnungs-Cafés

Was ist das Mehrgenerationenhaus?

Das Mehrgenerationenhaus ist ein offener Tagestreff für Menschen jeden Alters. Hier können sich Personen begegnen, miteinander in Kontakt treten und sich gegenseitig helfen. So besteht die Möglichkeit generationsübergreifend voneinander zu lernen, sich zu engagieren und Gemeinschaft zu leben. Im Mehrgenerationenhaus sind alle Menschen unabhängig von Alter, Herkunft und Religion willkommen.

Welche Angebote gibt es im Mehrgenerationenhaus?

Ehrenamtliche bieten unterschiedliche Aktionen für unterschiedliche Zielgruppen an. Einige Angebote wie eine Mutter-Baby-Krabbelgruppe, Zeitungs- und Frühstücksrunden und Handarbeitsgruppen finden konstant statt, andere variieren von Monat zu Monat – etwa Filmveranstaltungen, Lesungen und Vorträge oder Smartphone-Kurse.

Aktuell wird z.B. jeden Dienstag um 13:30 Uhr eine offene Lernwerkstatt mit professioneller Begleitung angeboten. Das jeweilige Monatsprogramm kann auf der Internetseite http//www.johanniter.de/einrichtungen/mehrgenerationenhauser/oldenburg/ heruntergeladen werden.

Das Projekt ist an der Mitwirkung von Schutzsuchenden zusammen mit ihren Integrationslots*innen sehr interessiert. Bei Bedarf kann auch ein Kennenlerntreffen organisiert werden.

Wer ist Träger des Projektes?

Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II wurde 2012 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestartet. In Oldenburg sind die Johanniter in Zusammenarbeit mit der GSG Träger des Projekts.

An wen wenden?

Bei Interesse oder Fragen kann man jederzeit im Mehrgenerationenhaus vorbeikommen oder anrufen. Die Ansprechpartner*innen sind Sabrina Cordes (0441-20093123 - täglich bis 13:00 Uhr) und Simon Wittekindt (simon.wittekindt@posteo.de)

Mehrgenerationenhaus

Offener Treff

Güstrower Weg 1a

Tel. 0441 20093123

 

Flüchtlingshilfe Oldenburg – Simon Wittekindt – 11.04.2018

in Arbeit -> Teilhabe
Teilhabe ermöglichen - Mitwirkungsmöglichkeiten für Migranten

 

Lotsenbezogene Informationen

Oldenburg Pass

Oldenburg Pass

Gemäß dem Motto „Runter vom Sofa – hinein in das städtische Leben“ erleichtert der Oldenburg-Pass einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen durch teilweise erhebliche Rabatte den Zugang zu Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Dies kann zum Beispiel eine Weiterbildung sein, der Besuch kultureller Veranstaltungen, von Theatern und Museen, Bibliotheken und Musikschulen, Rabatte in Geschäften oder die Mitgliedschaft in einem Sportverein.

Wo bekommt man ihn?

Den Oldenburg-Pass bekommen Sie im Bürgerbüro Mitte, Pferdemarkt 14, 26122 Oldenburg, Telefon 235-4444. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 8 bis 15.30 Uhr, Donnerstag 8 bis 18 Uhr und Freitag 8 bis 12 Uhr.

Welche Bedingungen muss ich erfüllen?

Oldenburgerinnen und Oldenburger, die Empfänger von ALG II, Sozialgeld, Grundsicherung, Wohngeld oder Sozialhilfe oder Asylsuchende sind, bekommen den Oldenburg-Pass. Er kostet 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. Der Pass ist ein Jahr lang gültig. Beim Erwerb des Passes muss der aktuelle Bescheid über die oben genannten Leistungen vorgelegt werden.

Liste Ermäßigungen 2017

Stand 12-2017  HPM (hp@moessner-net.de)
Ehrenamtspass

Vergünstigungen mit dem Ehrenamt(s)pass

Wer sich ehrenamtlich engagiert, soll dafür auch von der Gemeinschaft eine Anerkennung erhalten. Dies kann zum Beispiel durch den Ehrenamtspass geschehen, den die Stadt Oldenburg vergibt. Ehrenamtspassinhaber erhalten Vergünstigungen in städtischen Institutionen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Sportvereinen und Einzelhandelsgeschäften.

Alle Verbände, Organisationen, Projekte oder Vereine können für ihre Freiwilligen/ Ehrenamtlichen sowie ehrenamtlich Tätige selbst mit Bestätigung der Organisation Anträge für den Ehrenamtspass stellen.

Ehrenamtliche reichen den ausgefüllten und bestätigten Antrag beim Bürgerbüro-Mitte, Pferdemarkt 14, Oldenburg, ein und erhalten dort den Ehrenamtspass.

Den Ehrenamtspass erhält jeder Oldenburger, der seit mindestens einem Jahr ehrenamtlich mit mindestens 100 Stunden jährlich tätig ist. Dabei darf er nicht mehr als 720 Euro Aufwandsentschädigung jährlich erhalten. Der Pass gilt für zwei Jahre, ist nicht übertragbar und kann nur in Verbindung mit einem Ausweis genutzt werden.

Der Flyer enthält ebenfalls ein Antragsformular, das du ausfüllen, durch FHO bestätigen und dann im Bürgerbüro-Mitte einreichen kannst.

Flyer sind in der Agentur :ehrensache, im Bürgerbüro-Mitte oder nachstehend online als PDF zum Ausdrucken erhältlich.

Eine Liste der Vergünstigungen (PDF) findest du hier » (Stadt Oldenburg)

Beispiele:

  • Olantis / Huntebad 20 % für alle Einzeleintritte
  • Volkshochschule Oldenburg - in der Regel Kursermäßigung von max. 20%
  • VWG Oldenburg 10 Einzel-Busfahrscheine pro Jahr
  • Stadtmuseum Eintritt zum ermäßigten Preis
  • Stadtbibliothek Oldenburg 50 % Ermäßigung auf Veranstaltungen
  • Optiker Schulz 10 % Rabatt auf Brillen u. Hörgeräte
  • Musikschule Stadt Oldenburg Ermäßigter Eintrittspreis bei kostenpflichtigen Konzertveranstaltungen
  • Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte Eintritt zum ermäßigten Preis
  • Landesmuseum Natur und Mensch Eintritt zum ermäßigten Preis
  • Kulturetage Ermäßigung zu Veranstaltungen
  • Horst-Janssen-Museum Eintritt zum ermäßigten Preis
  • Ev. Familien-Bildungsstätte 5 % Ermäßigung auf alle Kursgebühren
  • Die Schwarzen Taxi u. Funkmietwagen 10 % Ermäßigung auf normalen Fahrpreis
  • Cadillac Ermäßigung auf eigene Veranstaltungen

Stand: 15.11.2017 Fragen oder Anmerkungen an HP Mößner (hp@moessner-net.de)

Ehrenamtspauschale

Ehrenamtspauschale

Die Ehrenamtspauschale ist ein persönlicher Steuerfreibetrag in Höhe von 720€/Jahr für nebenberufliche ehrenamtliche Tätigkeiten.  (§ 3 Nr. 26a EStG)

Wenn man für seine nebenberufliche ehrenamtliche Tätigkeiten zB durch Beschluss des Vorstandes oder einer Satzungsregelung eine Aufwandsentschädigung/Vergütung erhält, so ist diese bis zu 720€/Jahr steuerfrei.

Begünstigt sind alle nebenberuflichen Tätigkeiten im ehrenamtlichen Bereich (= ideeller Bereich und Zweckbetrieb). Es können alle Personengruppen profitieren, solange die Tätigkeit nebenberuflich ausgeübt wird, das heißt: nicht mehr als 1/3 der Zeit eines vergleichbaren Vollzeiterwerbs umfasst. Positiv ist: Dazu zählt das BMF in seinem Schreiben ausdrücklich auch Hausfrauen, Schüler, Arbeitslose, Studenten und Rentner. Auch ALG-II-Empfänger gehören dazu.

Übungsleiterfreibetrag

Steuerfrei sind auch Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten, bis zur Höhe von insgesamt 2 400 Euro im Jahr. (§ 3 Nr. 26 EStG)

Aus dem Gesetzestext in § 3 Nr. 26a EStG (Ehrenamtspauschale) ergibt sich, dass sich Ehrenamtspauschale (§ 3 Nr. 26a EStG) und Übungsleiterfreibetrag (§ 3 Nr. 26 EStG) bei gleichartigen Tätigkeiten nicht miteinander kombinieren lassen.

Beide Freibeträge werden aber auch nebeneinander gewährt, wenn die Person die Übungsleiterpauschale z.B. für seine Tätigkeit als Betreuer einer Familie und außerdem im Lenkungsausschuss in der Vereinsleitung  tätig ist. Da beide Tätigkeiten vollkommen getrennt voneinander sind, kann er in diesem Fall beide Pauschalen nutzen.

Ehepaare können laut BMF-Schreiben vom 25.11.2008 (Az.: IV C 4 S 2121/07/0010) sogar doppelt profitieren. Sind beide ehrenamtlich in entsprechenden Organisationen tätig, können auch beide 720 € pro Jahr steuerfrei erhalten. Ob sie gemeinsam veranlagt werden oder nicht, spielt keine Rolle!

Bei der Ehrenamtspauschale handelt es sich um einen JAHRESfreibetrag. Das heißt, man muss nicht das ganze Jahr über ehrenamtlich tätig sein, um den vollen Betrag erhalten zu können!

Stand: 15.11.2017     Fragen oder Anmerkungen an  HP Mößner (hp@moessner-net.de)

frei

 

 

Oldenburg Card

Was ist die OldenburgCard?

Die OldenburgCard (OLCard) ist eine Plastikkarte, die als Ausweis- und Identifikationsmedium genutzt werden soll, um unterschiedliche Dienstleistungen, wie vor allem Angebote aus dem Bildungs- und Teilhabepaket sowie das Mittagessen in städtischen weiterführenden Schulen, in Anspruch zu nehmen. Seit der Einführung des Gesetzes Bildungs- und Teilhabegesetz (BuT) erhalten Kinder und Jugendliche Leistungen, wenn die Sorgeberechtigten Hilfen nach SGB II, SGB XII, Asylbewerberleistungsgesetz, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen.

Bildungs- und Teilhabepaket, Mittagsverpflegung und Schülerbeförderung
Die Leistungen sind Ausflüge, mehrtägige Klassenfahrten und Kitaausflüge, Schulbedarf, Schülerbeförderung für SEK II-Schülerinnen und Schüler, Lernförderung, Zuschuss zur Mittagsverpflegung und Geld für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Die Leistungsgewährung ist mit einem immensen Verwaltungsaufwand verbunden, da die Auszahlung zum Teil durch Sachleistungen erfolgt, wobei bei Teilleistungen derzeit Gutscheine ausgegeben werden. Beteiligt bei der Umsetzung sind Vereine, Schulen, Kindertageseinrichtungen und weitere Institutionen. Eine Projektgruppe der Stadtverwaltung hatte sich daher überlegt, wie das Verfahren optimiert werden könnte, was zur Idee der OldenburgCard führte.

Abrechnung über die OldenburgCard
Die Stadt hat bei einer externen Firma ein Onlineabrechnungssystem für das Bildungs- und Teilhabepakt eingekauft. Bei einer positiven Bewilligung des Antrages werden mit der Kartennummer des MIAjunior-Tickets die Leistungen online freigeschaltet und die Schülerin oder der Schüler kann mit der Karte die Leistungen in der Schule, der Kita, bei Vereinen oder sonstigen Leistungserbringern erhalten. Die Leistungserbringer rechnen über das Onlineportal die erbrachten Leistungen mit dem Jobcenter oder dem Amt für Teilhabe und Soziales ab.

  Leistungen, für die bisher mehrere Medien benötigt wurden, können so mit einer einzigen Karte stigmatisierungsfrei beansprucht werden. Aufgrund der monatlichen automatisierten Abrechnungsläufe ist darüber hinaus eine Kalkulationssicherheit für die Leistungsanbieter gegeben. Leistungsanbieter brauchen keine Rechnungen mehr an das Jobcenter/Sozialamt schreiben, da über das Onlineverfahren auch die Finanzabwicklung erfolgt. Es entfällt für Eltern die Notwendigkeit, den Kindern oder Jugendlichen jeden Tag Geld für das Mensaessen mitgeben zu müssen.

 

Wie erhalte ich die OldenburgCard?

Kinder und Jugendliche, die Leistungen aus dem Paket Bildung und Teilhabe erhalten, können die OLCard beim Amt für Teilhabe und Soziales Oldenburg » oder dem Jobcenter » bekommen.

HPM   6.4.18

Patenschaften

Patenschaften

Bei IBIS e.V. steht für Ehrenamtliche in Oldenburg und Umgebung ein Kontingent an Patenschaften zur Verfügung. Integrationslots*innen und ehrenamtliche Helfer*innen, die eine Vereinbarung zur ehrenamtlichen Mitarbeit, eine Datenschutzerklärung und ein polizeiliches Führungszeugnis eingereicht haben, können diese Patenschaften für ihre ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten in Anspruch nehmen. Die allgemeinen Rahmenbedingungen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ werden auf der Homepage des BMFSFJ beschrieben (Link siehe: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/engagement-und-gesellschaft/fluechtlingspolitik-und-integration/menschen-staerken-menschen/patenschaften/patenschaften/96626) und können bei IBIS e.V. erfragt werden.

Für das Jahr 2018 stellt IBIS der Flüchtlingshilfe Oldenburg ein Kontingent von 70 Patenschaften zur Verfügung. Die jährlich abrechenbare Höchstsumme beträgt jeweils bei Einzelpatenschaften 200 Euro und bei Familienpatenschaften 300 Euro.

Die Mittel können beispielsweise ausgegeben werden für: Reisekosten (20 Cent/km, maximal 130 Euro pro Fahrt) und Sachmittel wie z.B. Eintrittsgelder für sportliche und kulturelle Veranstaltungen, Orientierungsfahrten, gemeinsames Kochen (kein Pfand, keine alkoholischen Getränke) o.Ä.

Eine Patenschaft kann erst geschlossen werden, wenn eine Zuteilung an die beantragenden Integrationslots*innen durch IBIS erfolgt ist. In der Patenschaftsvereinbarung müssen alle Namen der Familienmitglieder der geflüchteten Familie, sowie die der Pat*innen lesbar eingetragen werden (siehe Antragsmuster).

Die Gelder können von Anfang bis zum Ende des Jahres genutzt werden. Die Patenschaften können dabei jederzeit im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Wichtig zu beachten ist, dass das Geld erst ausgelegt werden muss und gegen Einreichung der Belege bei IBIS e.V. erstattet wird. Die Belege müssen hierzu spätestens bis zum 15.12.2018 abgegeben werden. Zusätzlich ist ein kurzer Bericht über die Aktivitäten in wenigen Sätzen notwendig.

 

Weitere Fragen beantworten Hannah Prömper und Katharina Pytjew.

Mail: ehrenamt@ibis-ev.de (bevorzugt) oder Tel.: 0441-92058282

Katharina Pytjew und Hannah Prömper – 26.01.2018

Logo BMFSFJLogo Patenschaften

Mindestanforderung Patenschaften

Mindestanforderungen für den Aufbau, die Qualifizierung und die Begleitung von Patenschaften für geflüchtete Menschen

I. Allgemeine Kennzeichen einer Patenschaft

  • Die Patenschaften werden beidseitig freiwillig geschlossen.
  • Die Tätigkeit der Paten erfolgt unentgeltlich.
  • Der Inhalt und die Form einer Patenschaft richten sich sehr individuell nach dem, was konsensfähig ist und organisiert werden kann. Das bedingt eine große Vielfalt von Patenschaften.
  • Das Tandem gestaltet die Patenschaft hinsichtlich Aktivitäten, Häufigkeit und Dauer selbst. Verbindlichkeit und Regelmäßigkeit tragen jedoch zum Fortbestehen einer Beziehung bei und sind überdies in dokumentierter Form auch als Beleg für eine dauerhafte Förderung unabdingbar.
  • Die Patenschaft ist darauf ausgerichtet, die geflüchteten Menschen zu befähigen, den diversen Anforderungen des Alltags zunehmend selbständig nachzukommen. D.h., jenseits des Zwischenmenschlichen setzt eine Patenschaft erst einmal auf den Effekt einer abnehmenden Begleit-Intensität.
  • Das Matching erfolgt in einem persönlichen Kontakt mit der Organisation auf lokaler Ebene.

II. Mögliche Inhalte einer Patenschaft

  • Alltagsbegleitung bei der gesellschaftlichen Orientierung und Integration, wie beispielsweise Begleitung zu Behördengängen und Arztbesuchen.
  • Zurechtfinden im Straßenverkehr, Erkundung der öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Ziel, die mögliche Mobilität der geflüchteten Menschen zu gewährleisten.
  • Erkundung von Schule, Kita, Freizeitmöglichkeiten, Vereinen, öffentlichen Spielplätzen, Flächen u.ä.
  • Erkundung von Einkaufsmöglichkeiten und gegebenenfalls gemeinsame Einkäufe für den persönlichen Bedarf.
  • Freizeitgestaltung, wie beispielsweise Kultur- und Stadtvorstellung (Stadtbesichtigungen), regelmäßige Freizeitunternehmungen.
  • Lebenspraktische Unterstützung zur langfristigeren Selbständigkeit, wie beispielsweise Unterstützung bei der Wohnungssuche, gegebenenfalls gemeinsame Wohnungsbesichtigung mit dem Ziel des Bezugs eigenen Wohnraums, wenn die aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen.
  • Unterstützung beim Spracherwerb (z.B. in Form regelmäßiger Treffen zum Erlernen und Anwenden der deutschen Sprache, Hilfe bei der Suche nach einem Sprachkurs).
  • Unterstützung bei der Suche nach passenden Vereinen für sportliche, musische oder sonstigeAktivitäten.
    Begleitung von frühkindlichen und schulischen Bildungswegen (Hausaufgabenbetreuung selbst leisten oder organisieren helfen, Lese- und Sprachförderung) oder einer Erwachsenenbildungsmaßnahme.
  • Hilfe bei der Ausbildung / Arbeitsplatzsuche, wie beispielsweise Unterstützung bei der Suche nach einem Praktikumsplatz, Kontaktaufnahme zu ortsansässigen Firmen.

III. Anforderungen an die Paten

  • Volljährigkeit, sofern es sich um Einzelpaten handelt. Es sind auch „Familienpatenschaften“ aller Familienmitglieder möglich, solange ein volljähriges Familienmitglied als Hauptan
    sprechpartner die Verantwortung übernimmt. Patenschaften zwischen Minderjährigen, z.B. Schüler/innenpatenschaften, sind im Rahmen einer intensiven Begleitung durch volljährige
    Personen als Hauptverantwortliche möglich (Erziehungsberechtigte oder Lehrkräfte)
  • Soziale Kompetenzen
  • Offenheit für andere Kulturen
  • Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
  • Empathiefähigkeit (Hilfsbereitschaft, aber kein missionarischer Eifer)
  • Lernbereitschaft
  • Fähigkeit zum selbständigen Gestalten der Patenschaftsbeziehung
  • Organisationsfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Vorlage eines aktuellen erweiterten Führungszeugnisses ohne Einträge beim Umgang mit Kindern und Jugendlichen

Wichtig: Paten sind kein Ersatz für professionelle Hilfen. Es handelt sich in der Regel um nicht pädagogisch oder psychologisch ausgebildete Menschen; die Patensituation darf sie nicht überfordern. Bei asyl- und aufenthaltsrechtlichen Problemen oder Traumaverarbeitung können sie höchstens eine Lotsenfunktion zu den zuständigen Stellen übernehmen.

IV. Zusätzliche Voraussetzungen bei der Übernahme einer Patenschaft für einen unbegleiteten minderiährigen Flüchtling

Die Patenschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden in der Regel von den zuständigen Jugendämtern oder freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe vermittelt. Vor der Übernahme einer solchen Patenschaft müssen seitens des Paten/der Patin ein erweitertes Führungszeugnis und in einigen Städten und Kommunen auch ein Gesundheitsattest vorgelegt werden. Sofern eine Patenschaft für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling übernommen wird, sollten die Patinnen und Paten ganz besonders sensibel für die besonderen Erfahrungen von jungen Flüchtlingen sein. Sie sollten über Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen verfügen und Menschen aus anderen Kulturkreisen mit Offenheit begegnen und Verständnis für Verhaltensweisen aufbringen, die aus starker Belastung resultieren können oder die einfach nur “ganz anders“ sind.

V. Anforderungen an die geflüchtete Person (das „Patenkind“. den/die „Mentee“ ...)

  • ebenfalls Offenheit und Lernbereitschaft: Der geflüchtete Mensch (bzw. bei begleiteten Minderjährigen: die Erziehungsberechtigten) müssen sich darauf einlassen wollen.
  • Zuverlässigkeit

VI. Anforderungen an die betreuende Organisation

Da Paten sehr selbständig agieren und es keinen „Kollegenkreis“ hauptamtlicher Mitarbeiter/innen gibt, ist eine gute Anbindung an eine betreuende Organisation empfehlenswert.

Gute Patenschaftsprogramme zeichnen sich beispielsweise durch folgende Merkmale aus:

  • fachlich und sozial kompetente Koordinierungsstelle
  • Vorbereitung der Paten (z. B. Erstgespräch, Workshop...) und des „Patenkindes“ (Erstgespräch mit dem geflüchteten Menschen bzw. bei begleiteten Minderjährigen auch den Erziehungsberechtigten)
  • Vorklärung und Beratung zu den formalen Rahmenbedingungen (Versicherung, Kinder- und Jugendschutz)
    klare Struktur für Patenschaftsanbahnung, -vermittlung und -begleitung Auswahlkriterien — wer eignet sich, auf beiden Seiten
  • Voraussetzungen für ein Matching — wer passt zusammen?
  • Angebot an Supervision und Konfliktberatung
  • Information über weitere/ergänzende Hilfsangebote, Vernetzungsangebote, Austauschmög
    lichkeiten.

Die Paten betreuende Organisation sollte darlegen können, inwieweit sie auf die besondere Situation und Bedürfnisse der Zielgruppe der geflüchteten Menschen sowie die Herausforderungen, die dies für die Paten mit sich bringt, eingestellt ist, und wie sie diesen begegnen will.

VII. Kennzeichen einer weitergeführten Patenschaft:

Eine Patenschaft ist eine auf Langfristigkeit ausgelegte, persönliche Bindung. Auch wenn sie darauf ausgerichtet sein muss, den geflüchteten Menschen zu befähigen, den diversen Anforderungen des Alltages zunehmend selbständig nachzukommen, kann eine Weiterführung (und Weiterförderung über das Haushaltsjahr hinaus) sinnvoll sein, z. B. um auf veränderte Bedarfe des geflüchteten Menschen eingehen zu können, positive Entwicklungen zu vertiefen und den Integrationsprozess zu verstetigen.

Für eine weitergeführte Patenschaft muss

  • der Bedarf des geflüchteten Menschen an der Fortführung und die Sinnhaftigkeit der Fortsetzung durch die betreuende Organisation festgestellt werden,
  • eine weitere Begleitung (Beratung, Qualifizierung, Vernetzungsangebote, Austauschmöglichkeiten, Supervision ) der Patinnen und Paten durch die Programmträger erfolgen, die auf den besonderen Bedarf (z. B. Grenzsetzung/,,psychische Hygiene“, Wertschätzung und Anerkennung etc.) dieser weitergeführten Patenschaften eingeht.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Erstattungen

Fahrkosten- und Auslagenerstattung für die Integrationslos*innen in Oldenburg

Bei der Stadt Oldenburg stehen für Ehrenamtliche Landesmittel zur "Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe" zur Verfügung. Hierüber können Fahrtkosten und weitere Auslagen erstattet werden, die für die ehrenamtliche Tätigkeit entstanden sind.

Rahmenbedingungen:

  1. Fahrtkosten: Die Abrechnung von Fahrtkosten mit dem PKW, die im Rahmen der Lots*innen-Arbeit anfallen, werden nach Bundesreisekostengesetz mit 0,30 € je km erstattet. Bei Bus- und Bahnfahrten werden nur Einzelfahrscheine akzeptiert.
  2. Auslagen: Sofern im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit Auslagen entstehen, z. B. für Parkgebühren oder Kopien, werden diese nur gegen Vorlage der Originalquittungen ersetzt.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Erstattungen nur auf Antrag für die Arbeit im Auftrag der Flüchtlingshilfe Oldenburg erfolgen. Eine lesbare Übersicht über die einzelnen Fahrten, Parkgebühren oder Auslagen müssen mit den Originalquittungen und einer Beschreibung der Tätigkeiten eingereicht werden. Die Anträge werden monatsweise im IBIS-Büro von Hannah und Katharina gesammelt und jeweils am Ende des Monats an Nils Padberg weitergereicht. Die Kosten werden - nach Prüfung - auf das von den Lots*innen im Antrag angegebene Konto überwiesen.

Das Merkblatt, die Antragsvorlage und weitere Informationen erhaltet ihr bei Hannah Prömper oder Katharina Pytjew per E-Mail: ehrenamt@ibis-ev.de oder Telefon: 0441 920582 82.

Erstellt durch Klaus Fehrlage, 30.08.2017, überarbeitet durch Hannah Prömper, 05.03.2018

in Arbeit -> Beratungstransparenz

in Arbeit

in Arbeit -> Informationen für die Betreuungsphase-Überblick

in Arbeit